Was ist Forex? – Der ultimative Guide zum Erlernen des Devisenhandels

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 25.06.2020

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Forex Trading erscheint häufig umständlich und hochkomplex, mit etwas Abstand betrachtet, muss es aber gar nicht so schwierig sein. Was ist Forex? Wer sich mit dieser Frage auseinandersetzt, wird mit unzähligen Begriffen wie Hauptwährungen, Nebenwährungen, Spreads und Pips konfrontiert. Sie alle beschreiben die Handelsmöglichkeiten und Trading-Konditionen am Devisenmarkt und sind mit etwas Übung und entsprechendem Grundlagenwissen leicht zu handeln. Wir zeigen, wie der Einstieg in den Devisenhandel optimal funktionierende kann und geben auch Antworten auf die Frage: Was ist der Forex-Markt?

  • Forex Markt ist der liquideste der Welt
  • Devisenhandel fast rund um die Uhr möglich
  • Trader können Majors, Minors und Exoten handeln
  • für Einstieg und Festigung des Grundlagenwissens empfehlen wir Forex Demokonto
 
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Was ist Forex? – Der Devisenmarkt erklärt

Der Handel mit Devisen wird auch für private Anleger immer interessanter. Der Zugang zum Devisenmarkt und unzähligen damit verbundenen Finanzinstrumenten ist durch die online Broker deutlich leichter möglich, sodass Händler kostengünstig und ohne große Vorkenntnisse in Währungen investieren können. Stellt sich nur die Frage: Forex was ist das? Forex ist ein anderer Begriff für den Devisenmarkt, der auch als Foreign Exchange Market bezeichnet wird. An ihm werden die weltweiten Währungen gehandelt, wovon es unzählige gibt. Der Devisenmarkt ist der liquideste der Welt und schläft faktisch nie, wenngleich die Handelsaktivität nur zu den Börsenöffnungszeiten möglich ist.

Was ist der Forex Markt bzw. was wird darauf überhaupt gehandelt?

Die Währungen werden am Devisenmarkt nie alleine gehandelt, sondern immer paarweise. Die Bewegungen eines Paares bemessen sich an der zweiten Währung. Wer beispielsweise Euro und USD als Devisenpaar handelt, bemisst den Wert des Euro gegen USD. Sobald der Wert eines Devisenpaares steigt, bedeutet das in dem Fall, dass der Euro gegenüber dem USD im Wert gestiegen ist.

Sinkt der Wert dieses Devisenpaares, bedeutet das im Umkehrschluss, dass der Wert des USD gegenüber des Euros gestiegen ist. Solche Preisbewegungen verlaufen immer in Wellenbewegungen und sind nie linear ausgerichtet. Genau diese Kursbewegungen machen sich die Händler beim Devisenhandel zu Nutze.

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Devisenpaare handeln: Was ist ein Forex-Paar und welche gibt es?

Beim Handel mit Devisen unterscheiden wir zwischen drei verschiedenen Währungspaaren:

  • Hauptwährungen
  • Nebenwährungen
  • Exoten

Die Hauptwährungen werden auch als Majors bezeichnet. Dabei handelt es sich um die folgenden Währungen: USD, Euro, japanische Yen, britisches Pfund, Schweizer Franken, kanadische Dollar, australische Dollar sowie neuseeländische Dollar. Die Hauptwährungspaare enthalten eine der genannten Währungen gegen den USD. So gibt es beispielsweise am Devisenmarkt folgende Währungen EURUSD, USDJPY oder GBPUSD.

Nebenwährungen

Der Devisenmarkt besteht natürlich nicht nur aus den Hauptwährungen, sondern beinhaltet auch die Nebenwährungen, die sogenannten Minors. Sie enthalten eine der aufgezählten Währungen ohne den USD. Trader könne beispielsweise in die folgenden Nebenwährungspaare investieren: EURGBP, EURCHF oder AUDNZD.

 
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Exotische Währungen

Die dritte Kategorisierung der Devisenpaare beinhaltet die Exoten bzw. die exotischen Währungspaare. Dazu gehören alle Devisen, die nicht in die Kategorie der Haupt- und Nebenwährungen, beispielsweise Hong Kong Dollar (HKD), norwegische Krone (NOK), südafrikanischer Rand (ZAR) oder thailändischer Baht (THB). Möchten die Händler ein exotisches Währungspaar handeln, beinhaltet dies eine exotische Währung und eine Hauptwährung.

Hinweis: Die Liquidität am Devisenmarkt ist vor allem bei den Hauptwährungen am größten, da hier die höchsten Volumina umgesetzt werden. Dadurch sind die Währungen weniger volatilen. Deutlich weniger liquide und damit risikoreicher sind exotische Devisenpaare und Nebenwährungen.

Was ist Forex: Wie funktionieren die Notierungen am Devisenmarkt?

Wie funktionieren eigentlich die Notierungen am Devisenmarkt? Gerade angehende Trader sind mit dieser Frage häufig überfordert, denn der Markt ist riesig und wirkt häufig wenig greifbar. Deshalb bringen wir Licht ins Dunkel und erklären die Notierungen der Devisen. Gehandelt wird mit den sogenannten Bid- und Ask-Preisen. Der Bid-Preis drückt aus, zu welchen Konditionen die Händler kaufen können.

Den Ask-Preis erhalten die Trader, wenn sie die Währung verkaufen. In diesem Zusammenhang gibt es auch die zwei Begriffe: long und short. Kaufen die Händler eine Währung, so wird das als long Trade bezeichnet, wird die Währung verkauft, wird daraus ein short Trade.

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Notierungen und Wechselkurse

Die Notierungen der Devisenpaare richten sich nach den aktuellen Wechselkursen der Währungen im Paar. Einfacher erklärt: Wie viele Einheiten der zweitgenannten Währung erhalten die Trader im Austausch der ersten Währung.

Warum gibt es Bewegungen am Devisenmarkt?

Wodurch werden eigentlich die Wechselkurse bestimmt und was beeinflusst den Devisenmarkt? Trader sollten wissen, warum es zu Kursschwankungen kommen kann und welche Termine bzw. Entscheidungen dies ebenfalls bewirken können. Grundsätzlich werden die Preise der Devisen nach Angebot und Nachfrage bestimmt, aber auch wichtige Bankenentscheidungen sind dafür verantwortlich. In Europa hat beispielsweise die Entscheidung der EZB einen maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der Euro-Paare. Deshalb schauen die Händler immer mit Spannung auf die sechswöchig stattfindende EZB-Ratssitzung, auf der die künftige Währungspolitik und die Leitzinsen besprochen werden.

Wie können Händler Kursschwankungen für sich nutzen?

Forex was ist das? Zur Beantwortung dieser Frage gehören unweigerlich die Einbeziehung der Kursschwankungen und die Chancen der Trader am liquidesten Markt der Welt hinzu. Profi-Trader und private Anleger gleichermaßen wolle natürlich die Kursbewegungen optimal ausnutzen, aber häufig ist das aufgrund der Volatilität bei einigen Devisenpaaren gar nicht so leicht.

 
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So nutzen Trader die Liquidität

Jedes Devisenpaar hat eine individuelle Liquidität, was sich auf die Kursbewegungen auswirkt. Hauptwährungen sind erfahrungsgemäß deutlich liquide als Nebenwährungen unter Exoten, da bei ihnen das Trading-Volumen deutlich höher ist. Sind Angebot und Nachfrage am Markt besonders hoch, so gibt es weniger signifikante Kursschwankungen, was natürlich das Risiko für die Händler senkt. Dazu müssen die Trader wissen, dass Nachfrage und Angebot von verschiedenen Parteien am Markt beeinflusst werden. Dazu zählen beispielsweise:

  • Banken
  • Unternehmen
  • Im- und Exporteuren
  • Händlern

Besonders liquide sind die Hauptwährungen, da sie erfahrungsgemäß eine hohe Trading-Grenz haben. Das Devisenpaar EURUSD bewegt sich beispielsweise erfahrungsgemäß bei durchschnittlich 90-120 Pips täglich. Im Vergleich dazu bewegt sich das Minor-Paar AUDNZD zwischen 50 und 60 Pips täglich. Bei dem exotischen Devisenpaar USDHKD sind es sogar noch weniger mit durchschnittlich 30 Pips pro Tag. Natürlich können sich diese Kursbewegungen aufgrund verschiedener Geschehnisse je nach Marktsituation ändern.

Nice to know: Was ist ein Pip?

Der Kurs eines Devisenpaares wird mit 4-5 Nachkommastellen angegeben. Dabei entspricht 1 Pip 0,0001.

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Was ist Forex: Welche Trading-Kosten kommen auf Händler zu?

Wir haben bereits gesehen, dass die Trader am Devisenmarkt unzählige Chancen für ihre Handelsaktivitäten haben. Diese gibt es natürlich nicht kostenlos, denn wer bei einem Broker aktiv ist, muss für die Eröffnung seiner Position Trading-Kosten einplanen. Wie hoch sind solche Aufwendungen überhaupt und wie werden sie genau kalkuliert?

Spreads sind bei Brokern variabel

Der Broker bietet den Devisenhändler die Möglichkeit, innerhalb der Zeichen Schnittstelle zu nutzen und Marktzugang zu erlangen. Dafür möchte er natürlich entlohnt werden. Üblicherweise verdienen Forex Broker ihr Geld mit den Spreads. Das ist die Differenz zwischen dem Bid- und dem Ask-Kurs. Würden wir das Devisenpaar EURUSD mit einem Bid-Preis 1,26668 und der Ask-Preis 1,26669 handeln, dann würde der Spread 0,0001 betragen. Das macht 1 Pip. Damit der Handel überhaupt profitabel wird, muss der Wert des Devisenpaares den Spread übersteigen. In unserem Beispiel würde der Trade profitabel werden, wenn der Kurs auf mindestens 1,26669 steigen würde, wenn die Trader Long auf EURUSD handeln.

Tipp: Erfahrungsgemäß sind die Spreads bei den Hauptwährungen deutlich geringer, da sie ein größeres Trading-Volumen haben. Ist es für Händler leichter möglich, mit dem Minors Gewinne zu generieren. Für alle Händler, die am Beginn ihrer Trading-Karriere stehen, empfehlen wir aus diesem Grund, zunächst mit dem Handel der Hauptwährungen zu starten, um sich mit den Spreads und Konditionen am Devisenmarkt vertraut zu machen.

 
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Devisenpaare mit höheren Spreads erfolgreich handeln

Natürlich besteht auch die Möglichkeit, dass Trader Devisenpaare mit höheren Spreads erfolgreich handeln können. Erfahrungsgemäß sind die Nebenwährungen und Exoten um ein Vielfaches teurer, die Spreads höher. Das macht es für die Trader zwar schwieriger, damit Gewinne zu erzielen, aber es ist dennoch nicht unmöglich.

Praktisches Beispiel für Handel der höheren Spreads

Wir bemühen zur besseren Veranschaulichung praktisches Beispiel und möchten das Devisenpaar EURCZK handeln. Da die Spreads erfahrungsgemäß höher sind, muss der Kurs eine größere Bewegung machen, um tatsächlich profitabel zu werden. In unserem Beispiel haben wir einen Bid-Preis von 27,4373 sowie einen Ask-Preis von 27,4173. Daraus ergibt sich ein Spread von 0,0200 bzw. 20 Pips. Erfahrungsgemäß sind Kursbewegungen von weniger als 20 Pips täglich bei diesem Devisenpaar äußerst ungewöhnlich.

Deshalb müssten die Trader diese Position sogar mehrere Tage halten, sodass sie profitabel wird. Für Trader, die schneller Gewinne generieren möchten, sind solche Spreads deshalb eher ungeeignet. Beliebt sind vor allem die niedrigen Spreads oder sogar das Scalping für die rasche Gewinnmitnahme, wenngleich das Scalping für angehende Trader aufgrund der Komplexität und der häufig noch fehlenden Erfahrung nicht empfehlenswert ist. Wer trotzdem die rasche Gewinnmitnahme mit den vielen kleinen Trades üben möchte, der sollte sich zunächst mit einem Demokonto orientieren und ohne Risiko diese kurzfristige Trading-Strategie testen.

Was ist Forex Handel

Forex CFDs: Was können sie und was gibt es dabei zu beachten?

Bei vielen Brokern finden die Händler auch die Differenzkontrakte, die Forex CFDs. Damit haben die Händler beispielsweise eine noch breitere Auswahl bei den Handelsaktivitäten am Finanzmarkt. Damit lassen sich natürlich bestenfalls noch mehr Profite erzielen, auch unter Einbeziehung eines Hebels. Der Hebel ist ein wesentlicher Vorteil, wenn es um den CFD-Handel geht, denn er vervielfacht das eigene Kapital am Markt und bringt dadurch bestenfalls höhere Gewinne.

Hebel richtig nutzen: das müssen private Anleger wissen

Der Hebel kann je nach Asset und Trading-Typ variieren. Wer als privater Anleger agiert, hat deutlich geringere maximale Hebel als die professionellen Trader. Abhängig ist eine Größe auch von den gewählten Assets. Bei Forex CFDs liegt der maximale Hebel bei den Hauptwährungen bei 1:30, bei Nebenwährungen bei 1:20. Wer beispielsweise mit 500 USD handeln möchte und bei den Nebenwährungen einen Hebel von 1:20 nutzt, kann damit 10.000 Euro Kapital in den Markt bringen. Ohne Hebel müssten die Trader die 10.000 Euro natürlich selbst aufbringen. Der Hebel kann aber auch ohne ausreichende Absicherung höhere Verluste mit sich bringen.

Rechenbeispiel für Hebel von 1:20

Wir haben einen Forex CFD Trade mit einem Hebel von 1:20 und Zahlen 500 Euro ein. Der Trade ohne Hebel würde 10.000 Euro Kapital betragen. Wir eröffnen unseren Devisenhandel EURUSD bei 1,26766 und schließen bei 1,26966 mit einer Differenz von 0,00200. Der Profit mit Hebel wurde 200 Euro (40 Prozent) betragen; ohne Hebel würde er ebenfalls 200 Euro (zwei Prozent) betragen.

 
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Verluste bei Hebelwirkung

Natürlich kann der CFD-Handel auch Verluste einbringen. Wir handeln unser Devisenpaar EURUSD mit einer Eröffnung von 1,26766 und schließen bei 1,26532. Damit haben wir eine Differenz von 0,00234. Mit dem Hebel macht das einen Verlust von 234 Euro (46,8 Prozent) und ohne Hebel 2,34 Prozent, bei ebenfalls 234 Euro.

Risikobegrenzung bei CFDs

Wie wir in unserem Beispiel sehen, ist die Risikobegrenzung beim CFD-Handel enorm wichtig. Damit die Anleger mit den Forex CFDs am Ende nicht mehr verlieren, als sie eigentlich vorhatten, empfehlen wir die Eröffnung der Stop Loss und Take Profit Positionen. Damit können die Händler selbst die Limits festsetzen, wann die Positionen geschlossen werden. Auf diese Weise sichern sie sich nicht nur die Gewinne, sondern begrenzen auch die Verluste.

Wer möchte, kann die automatischen Positionen nutzen, sodass auch ohne eigenes Zutun bei der vordefinierten Grenze eine Schließung erfolgt. Es gibt bei den Positionen allerdings Unterschiede zwischen garantierten und regulären Stop Loss und Take Profit Positionen. Bei den garantierten Positionen erfolgt die Schließung tatsächlich zum angegebenen Wert, allerdings kostet das die Trader meist extra. Bei besonders volatilen Kursbewegungen ist diese Variante allerdings aus unserer Sicht empfehlenswert.

Hinweis: Um das Risiko noch optimaler zu streuen, empfiehlt es sich auch, mehrere Assets zu handeln. Der bloße Fokus auf Forex CFDs kann zwar interessant sein, aber für die optimale Risikoverteilung eignen sich auch weitere Assets im Portfolio. Trader können beispielsweise auch in Aktien CFDs, ETFs oder Fonds investieren oder auch die Kryptowährungen für ihre Handelsaktivitäten nutzen.

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Fazit: Was ist Forex? – jeder Trader kann mit etwas Übung vom Devisenmarkt profitieren

Forex was ist das? – Zumindest ist der Handel am Devisenmarkt kein Buch mit sieben Siegeln, denn mit wenig Willen zur Weiterbildung und Interesse für die Thematik, können auch unerfahrene Trader die Grundlagen rasch erlernen. Dafür stellen viele Broker sogar kostenfreie Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung und häufig auch ein gratis Demokonto mit virtuellem Guthaben. Der Handel am Devisenmarkt bietet unzählige Chancen, denn es gibt neben den Hauptwährungen auch viele Nebenwährungen und interessante Exoten, deren Kursentwicklung sich Trader zu Nutze machen können.

Wichtig ist es, die Kurse zu prognostizieren und das können Trader üben und sich sogar Unterstützung durch zahlreiche Tools und Indikatoren der Trading-Plattformen holen. Auch sie Risikobegrenzung ist beim erfolgreichen Handel am Devisenmarkt essenziell, denn wer nur nach Gewinnmaximierung strebt und die Verluste nicht begrenzt, wird nicht lange Freude an seiner Handelsaktivität haben. Um die Eigenheiten und Chancen am Devisenmarkt besser zu verstehen, empfehlen wir ein kostenloses Demokonto für den unkomplizierten und risikolosen Start in den Devisenhandel.

Bilderquelle:

  • www.shutterstock.com