Festgeldkonto als Gemeinschaftskonto nutzen

von A.Schwankowksi 2017

Die Idee, Geld als Festgeld anzulegen ist nicht neu und bietet viel Potential. Das ist nicht nur für einzelne Personen in vielen Fällen rentabel, sondern kann auch für Paare oder Familien  interessant sein. Die Lösung ist hier ein Gemeinschaftskonto, welches auf zwei Personen läuft und damit viele Vorteile bieten kann. Bei der Geldanlage und bei den Zinsen gibt es meist keine Unterschiede zum Einzelkonto, aber bei der Einlagensicherung und beim Freibetrag für Zinserträge kann es sich in jedem Fall lohnen, ein Festgeldkonto als Gemeinschaftskonto zu verwenden. Viele Banken bieten diese Option an, sodass ein Festgeld Vergleich schnell zu einem passenden Anbieter führen kann.

Lesen Sie im Folgenden, welche Details und Aspekte bei der Nutzung eines Festgeldkontos relevant sind, wenn dieses als Gemeinschaftskonto genutzt werden soll. Unter anderem sind hierbei die Kontoeröffnung und die Kontoverwaltung von Bedeutung, aber auch die gebotene Sicherheit ist entsprechend relevant und wird daher behandelt. Sie erhalten somit einen umfangreichen Überblick über die Möglichkeiten für die gemeinschaftliche Festgeldanlage und können sich später auch einfach für einen passenden Anbieter entscheiden, der Gemeinschaftskonten anbietet und dabei auch noch attraktive Konditionen für Sie als Anleger bietet. Denn vor allem dabei kann es beim Festgeld mitunter deutliche Unterschiede geben.

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Wie wird ein Gemeinschaftskonto für das Festgeld eröffnet?

Grundlegend gibt es bei der Kontoeröffnung kaum Unterschiede dazwischen, ob das Konto für eine Person alleine oder als Gemeinschaftskonto angelegt werden soll. Sie finden bei der ausgewählten Bank im Netz ein Formular und müssen dieses ausfüllen. Dabei werden die Daten und Kontaktmöglichkeiten beider Kontonutzer abgefragt und diese müssen auch der Wahrheit entsprechend angegeben werden. Nur so kann das Festgeldkonto am Ende auch eröffnet werden. Sie müssen alle Angaben machen, die für die Kontoeröffnung im Bereich Festgeld relevant sind und oftmals gehört dazu auch noch ein Tagesgeldkonto, welches dann als Referenzkonto genutzt wird.

Der Kontoantrag wird am Ende an die Bank übermittelt und es ist vielfach eine Identifizierung notwendig, die zum Beispiel über das Post Ident Verfahren durchgeführt werden kann. Bei einem Gemeinschaftskonto ist es erforderlich, dass sich zur Kontoeröffnung beide Kontoinhaber identifizieren, was vor allem aus Gründen der Sicherheit der Fall ist. Dieser Vorgang ist kostenlos und kann bei der Deutschen Post schnell und simpel vorgenommen werden. Ihr gemeinschaftliches Festgeldkonto wird im Anschluss normalerweise schnell zur Verfügung gestellt und Sie können dieses dann auch sofort für Ihre Festgeldanlage verwenden. Somit ist die Eröffnung eines Gemeinschaftskontos für die Festgeldanlage einfach und unkompliziert möglich und schnell abgeschlossen.

Welche Vorteile bietet ein Gemeinschaftskonto beim Festgeld?

Bei der Geldanlage an sich bietet ein gemeinschaftlich genutztes Festgeldkonto direkt keinen Vorteil. Dennoch gibt es mindestens zwei Gründe, die für eine solche Anlageform sprechen. Einerseits ist es die Einlagensicherung. Bei Banken innerhalb der EU muss diese mindestens 100.000 Euro je Kunden absichern, wenn Kapital angelegt wird. Dabei greift aber die Regelung, dass bei Gemeinschaftskonten zwei Kontonutzer vorhanden sind und somit eine Einlagensicherung bis 200.000 Euro für das Festgeldkonto gilt. Gibt man bei der Kontoeröffnung also einen zweiten Kontoinhaber an, kann dies ein Vorteil sein, wenn die Bank finanzielle Probleme bekommt. Das eigene Guthaben ist in diesem Fall doppelt so hoch abgesichert.

Außerdem wirkt sich ein Gemeinschaftskonto – bei Ehepaaren – auch bei der Steuer positiv aus. Denn pro Sparer sind 801 Euro steuerfrei an Zinserträgen. Bei Ehepaaren wird dieser Wert auf 1602 Euro verdoppelt, wodurch höhere Zinserträge am Ende steuerfrei bleiben. Auch das kann sich rechnen und bietet bei höheren Zinssätzen natürlich ein entsprechend hohes Potential für Ihr Festgeldkonto. Somit sollte man vor der Eröffnung eines Festgeldkontos in jedem Fall darüber nachdenken, ob man ein Einzel- oder ein Gemeinschaftskonto für das Festgeld verwenden möchte. Vielfach ist dies eine eindeutige Entscheidung.

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Nachteile eines Gemeinschaftskontos beim Festgeld

Ein Gemeinschaftskonto bietet beim Festgeld grundsätzlich keine Nachteile für Sie als Anleger. Es ist komfortabel nutzbar, bietet attraktive Zinsen sowie eine fest vereinbarte Laufzeit für Ihre Kapitalanlage. Einzig einen Aspekt kann man nennen, wenn es um nachteilige Punkte beim Gemeinschaftskonto geht. Denn alle Entscheidungen, die das Festgeldkonto betreffen, müssen in diesem Fall natürlich zusammen getroffen werden und Alleingänge sind im Normalfall nicht möglich. Es ist daher wichtig, darüber nachzudenken, mit wem man das Festgeldkonto zusammen nutzen möchte – und welche Personen aus dem eigenen Umfeld hierfür vielleicht weniger in Frage kommen. Diese Entscheidung liegt alleine bei Ihnen.

Eine Ausnahme bilden hier sogenannte Oder-Konten. Hierbei kann auch eine Person alleine Entscheidungen tätigen und zum Beispiel das Festgeldkonto zum Ende der Laufzeit kündigen. Solch ein Konto bietet mehr Flexibilität bei der Kontoverwaltung, setzt aber auch eine tiefe Vertrauensbasis bei den beteiligten Parteien voraus. Es ist vor allem bei Ehepaaren eine gute Option, kommt aber auch für Geschwister oder anderweitig enge Vertraute in Frage. In anderen Fällen ist das Und-Konto die bessere Wahl, bei der alle Entscheidungen gemeinsam getroffen werden müssen. Hier ist weniger Flexibilität vorhanden, aber beide Parteien sind gleichermaßen dazu notwendig, Entscheidungen zu treffen, was ebenfalls ein Vorteil sein kann.

Und was spricht für ein Festgeld Einzelkonto?

Für ein Einzelkonto beim Festgeld kann fehlendes Vertrauen gegenüber anderen Personen sprechen. Aber auch für Alleinstehende, die Geld als Festgeld anlegen möchten, kann dies eine entsprechend sinnvolle Option sein. Sie haben hierbei die Möglichkeit, das Festgeldkonto eigenständig und alleine zu nutzen. So kommt für alleinstehende Anleger ohne Familie ein Gemeinschaftskonto eh nur selten in Frage, sodass sich die Frage nach Vorteilen und Nachteilen dabei kaum stellen dürfte. Auf Zinsvorteile oder eine höhere Summe bei der Einlagensicherung muss dann aber in jedem Fall verzichtet werden. Diese Aspekte sind dann aber eh zweitrangig.

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U18-Konten sind ebenfalls Gemeinschaftskonten

Auch Konten für Kinder und Jugendliche können für die Festgeldanlage in Frage kommen. Und auch hierbei handelt es sich streng genommen um Gemeinschaftskonten. So ist das Kind als Kontoinhaber eingetragen, aber auch die vertretungsberechtigten Personen – also zum Beispiel die Eltern in vielen Fällen – haben eine Vollmacht für das Festgeldkonto und können somit über dieses verfügen. Das ist notwendig, das Kinder und Jugendliche noch nicht oder nur zum Teil geschäftsfähig sind und somit nicht alleine Entscheidungen im Finanzwesen treffen können oder dürfen. Als Elternteil hat man dabei allerdings auch die Verantwortung, seinem Kind Vertrauen gegenüberzubringen und das Festgeldkonto des Nachwuchses in dessen Sinne zu verwalten.

Einige wenige Eltern nutzen diese Position eventuell aus, die Regel ist dies aber nicht. Somit ist ein Festgeldkonto für Kinder und Jugendliche oftmals eine gute Option, um Kapital anzusparen oder zum Beispiel auch einen Sparplan zu beanspruchen. Das Festgeldkonto wird für Kinder und Jugendliche in der Regel mit den identischen Konditionen zur Verfügung gestellt, sodass auch jüngere Sparer von hohen Zinsen profitieren können. Mit dem 18. Geburtstag erlischt in vielen Fällen auch die Vollmacht für die Eltern, sodass das Festgeldkonto dann als Einzelkonto alleine verwendet werden und genutzt werden kann.

Fazit: Eigentlich bieten Gemeinschaftskonten ausschließlich Vorteile

Insgesamt ist ein Festgeldkonto in jedem Fall eine interessante Option zur Geldanlage. Und ein Gemeinschaftskonto im Bereich Festgeld bietet dabei für Sie als Anleger vielfach Vorteile und macht zum Beispiel Steuervorteile vollständig nutzbar. Den Freibetrag für Zinserträge können Sie mit Ihrem Ehepartner nämlich einfach verdoppeln, sodass bis zu 1.602 Euro insgesamt steuerfrei bleiben. Gerade bei hohen Zinsen kann sich das lohnen und zeigt somit deutlich, dass beim Festgeldkonto das Gemeinschaftskonto einen hohen Stellenwert haben kann. Aber auch ein weiterer Grund spricht dafür, ein Festgeldkonto gemeinschaftlich zu verwenden. Die gesetzliche Einlagensicherung greift dann im Falle eines Falles nämlich doppelt – bis zu einer Summe von 200.000 Euro ist Ihr Kapital dann abgesichert. Im Vergleich: Beim Einzelkonto sind es auf gesetzlicher Basis nur 100.000 Euro.

Nachteile bietet ein Gemeinschaftskonto bei der Geldanlage als Festgeld generell nicht, allerdings sollten Sie Ihrem Kontopartner vertrauen, da dieser ebenso für Entscheidungen zuständig ist und die Berechtigung hat, das Konto zu verwalten. Und- sowie Oder-Konten bieten hierbei noch eine kleine Unterscheidung, die für einen Anleger interessant sein kann. Informationen dazu bekommen Sie im Normalfall auch direkt bei Ihrer Bank und können somit eine eindeutige Entscheidung fällen, wie Ihr Kapital als Festgeld angelegt werden soll.

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Bei diesen Banken ist Ihr Festgeld gut aufgehoben

Als Anleger können Sie am Markt zahlreiche Anbieter finden, bei denen Sie Festgeld sicher und zuverlässig anlegen können. Bei den meisten Banken stehen dabei auch Gemeinschaftskonten zur Verfügung, die für Sie viel Komfort und Flexibilität bieten. Dabei bietet Ihnen die BigBank zum Beispiel hohe Zinsen von bis zu 2,00 Prozent und Sie können Ihr Geld bereits ab einem Monat als Festgeld anlegen. Somit sind Sie trotz der Laufzeit sehr flexibel. Aber auch bei anderen Anbietern lohnt sich die Kontoeröffnung in vielen Fällen, sodass sich Ihr Kapital einfach vermehren kann.

Einen unbegrenzten Anlagebetrag und eine Mindestsumme von nur 5.000 Euro finden Sie bei der pbb direkt vor. Das Festgeld dieser Bank lohnt sich somit auf jeden Fall für Sie und bietet das Potential, flexible Laufzeiten von bis zu 10 Jahren für sich zu nutzen. Die Zinsauszahlung kann dabei auch jährlich erfolgen, was viel Komfort bedeutet. Nicht zuletzt kann auch die Crèdit Agricole für Ihr Festgeldvorhaben in Frage kommen. Auch hier sind es attraktive Zinsen, die Ihnen geboten werden und zudem ist eine Geldanlage hier bis zu einer Summe von 500.000 Euro einfach möglich. Die Laufzeit kann hier bis zu einem Zeitraum von sieben Jahren ausgewählt werden.