Crèdit Agricole Festgeldkonto im Test: Erfahrungen & Testbericht

Zuletzt aktualisiert: 15.10.2018von A.Schwankowksi

Wüstenrot ErfahrungenBei der Entscheidung für die optimale Geldanlage spielen natürlich verschiedene Aspekte eine wichtige Rolle. Ist dem Anleger vor allem die Sicherheit und eine verlässliche Rendite wichtig, sollte Festgeld in jedem Fall in die engere Wahl genommen werden. Ein attraktives Angebot in diesem Bereich bietet derzeit die Crèdit Agricole, ein Institut mit Sitz in Frankreich. Flexibel ist der Anbieter dabei dadurch, in dem das Angebot nach sieben verfügbaren Laufzeiten gestaffelt ist. Bereits ab einer Anlagedauer von nur einem Jahr erhalten die Kunden dabei einen garantierten Zinssatz in Höhe von 0,96 Prozent. Maximal sind bei diesem Institut sogar 1,75 Prozent (Stand Juni 2016) drin, sollte sich der Anleger für eine Anlagedauer von sieben Jahren entscheiden.

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Eine optimale Alternative ist das Festgeld bei der Crèdit Agricole auch deshalb, weil für die Anlage nur ein geringer Aufwand nötig ist und durch die französische Einlagensicherung auch ein hoher Standard für die Sicherheit der Einlagen vorausgesetzt werden kann. Ab einer Mindesteinlage von 5.000 Euro können sich die Kunden also eine überdurchschnittliche Zinsrendite sichern. Wir haben in einem ausführlichen Test des Festgeldes der Crèdit Agricole Erfahrungen gesammelt und in den folgenden Abschnitten Punkt für Punkt zusammengefasst.

Wichtigste Infos zur Crèdit Agricole

Die konkreten Erfahrungen im Umgang mit einem Festgeldkonto sind das eine, entscheidend ist aber zunächst vor allem das konkrete Angebot und die verfügbaren Konditionen. Für eine schnelle Orientierung haben wir die wichtigsten Fakten rund um das Festgeldangebot der Crèdit Agricole für Sie auf einen Blick zusammengestellt.

  • Zinssatz in Höhe von bis zu 1,75 Prozent p.a. (Stand Juni 2016)
  • Mehrere Anlagehorizonte zwischen einem und sieben Jahren verfügbar
  • Mindestanlage in Höhe von 5.000 Euro
  • Keine Gebühren für Eröffnung oder Führung des Kontos
  • Deutschsprachige Website und deutschsprachiger Service
  • Einfacher Anmeldungsprozess

Diese Konditionen bietet die Crèdit Agricole

Das Festgeldangebot der Crèdit Agricole bietet eine Reihe von interessanten Optionen sowie generell eine attraktive Verzinsung. Zur Auswahl stehen bei diesem Institut im Bereich Festgeld genau sieben verschiedene Angebote. Damit haben die Anleger die Möglichkeit, den für ihre individuellen Ansprüche optimalen Anlagezeitraum zu wählen. Der kürzeste Zeitraum, für den sich die Anleger bei der Crèdit Agricole von ihrem Geld trennen müssen, liegt bei genau einem Jahr. Bereits bei dieser ersten Stufe wird ein Zinssatz von 0,96 Prozent geboten. In Jahresschritten sind dann sieben verschiedene Festgeldangebote bis zu einer maximalen Anlagedauer von sieben Jahren verfügbar. Die garantierten Zinsen, die auf das angelegte Guthaben gezahlt werden, steigen dabei sukzessive um ca. je 0,1 Prozentpunkte an. So werden für eine dreijährige Anlagedauer 1,31 Prozent p.a. geboten, bei fünf Jahren sind es bereits 1,51 Prozent je Jahr. Die höchste jährliche Rendite erreicht der Anleger bei einer Anlagedauer von sieben Jahren, bei der eine jährliche Rendite in Höhe von 1,75 Prozent angeboten wird. Bei einer Anlagesumme von 10.000 Euro bedeutet dies einen Zinsertrag von 1.225 Euro.

Die Auszahlung der Zinsen erfolgt dabei einmal jährlich und zwar direkt auf das angegebene Referenzkonto des Anlegers. Damit können die Anleger leider nicht von einem zusätzlichen Zinseszinseffekt profitieren. Anleger können das Festgeldangebot der Crèdit Agricole ab einer Mindestanlagesumme von 5.000 Euro nutzen, dabei muss das Geld aber in eine separate Anlageform gezahlt werden und darf nicht etwa auf mehrere Laufzeiten verteilt werden. Die maximale Anlagesumme, die in diesem Zusammenhang möglich ist, liegt bei 500.000 Euro. Im Rahmen der Kontoführung müssen die Anleger mit keinerlei Kosten oder Gebühren rechnen. Auch eine eventuelle Quellensteuer wird nicht erhoben, so dass der volle Zinsertrag an den Anleger ausgezahlt wird. Für die Versteuerung in Deutschland ist der Anleger dann selber verantwortlich.

Mit dem Festgeld der Crèdit Agricole haben die Anleger also beste Möglichkeiten, Ihre Geldanlage sowohl sicher als auch langfristig rentabel zu gestalten.

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Bei der Crèdit Agricole gibt es derzeit keinen Bonus

Im Gegensatz zu Tagesgeldangeboten haben Bonus- und Prämienzahlungen für neue Kunden im Bereich des Festgeldes immer noch eine gewisse Bedeutung. Häufig handelt es sich dabei allerdings nur auf den ersten Blick um lukrative Angebote. Da sich ein Bonus auch für die Bank langfristig rechnen muss, ist es nicht selten der Fall, dass die langfristigen Konditionen hinter den besten Angeboten der Branche zurückbleiben. Allerdings müssen die Kunden bei diesem Institut derzeit auf einen Bonus verzichten. Angesichts der hohen Zinsen, die bei diesen Angeboten gezahlt werden, sollte dies aber kein wesentlicher Nachteil sein. Der Bonus, den die Kunden bei der Crèdit Agricole erhalten, liegt in einer guten Verzinsung sowie in einer optimalen Sicherheit des Anlagevermögens.

Crèdit Agricole bietet Schutz der Einlagen nach EU Richtlinie

Neben der Verzinsung gehört es wohl für die meisten Anleger zu dem gewichtigsten Argument für eine Anlage in Festgeld: Die Sicherheit der Einlagen. Auch wenn prinzipiell in Europa mit gleichen Standards bei der Einlagensicherheit gerechnet werden kann, so gibt es doch bei den Details durchaus Unterschiede. Zwar gilt in jedem EU Mitgliedsstaat mittlerweile eine Einlagensicherung, die bis zu einem Betrag von 100.000 Euro je Kunde gereift. Allerdings ist ein Einlagensicherungsfond stets nur so stark wie seine Mitglieder bzw. so stark wie der Finanzsektor in einem bestimmten Land.

Im Falle der Crèdit Agricole können sich die Anleger dabei aber auf ein ausgesprochen solides Niveau verlassen, da der französische Fonds de Garantie des Dépôts et de Résolution (FGDR) als äußerst stabil gilt. Konkret bedeutet dies, dass sich die Kunden auch im Falle einer Insolvenz der Crèdit Agricole keine Sorgen um ihren Einlagenbetrag machen brauchen, da er stets durch die französische Einlagensicherung geschützt ist, allerdings nur bis zu einem Betrag von 100.000 Euro je Kunde.

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Kontoeröffnung in wenigen Schritten erledigt

Kunden, die sich dazu entschließen, bei der Crèdit Agricole ein Festgeldkonto zu eröffnen, brauchen sich nur auf wenig Aufwand einzustellen, der in diesem Zusammenhang eingeplant werden muss, dies haben unsere Erfahrungen mit dem Festgeld bei der Crèdit Agricole ebenfalls eindeutig gezeigt. Prinzipiell sind fünf Schritte notwendig, die wir an dieser Stelle noch einmal ausführlich darstellen möchten. Über die Internetseite von Crèdit Agricole wird die entsprechende Produktseite aufgerufen und der Eröffnungsprozess mit einem Klick auf die Schaltfläche „Jetzt Konto eröffnen“ gestartet. Auf dem Bildschirm erscheint nun ein Formular, in welches der Kunde seine persönlichen Daten sowie die gewünschte Anlageform eintragen muss.

Nach einer Prüfung der Angaben muss das Formular vollständig ausgedruckt, persönlich unterschrieben und per Post an die angegebene Adresse der Crèdit Agricole verschickt werden. Für Neukunden ist es zudem notwendig, dass sie sich legitimieren, was durch das Postident Verfahren kostenlos erledigt werden kann. Sind alle Unterlagen bei der Crèdit Agricole eingegangen, erhält der Anleger eine Email, in der er aufgefordert wird, die Kontoeröffnung noch einmal zu bestätigen. Der Anlagebetrag wird dann einfach per Überweisung auf das neue Festgeldkonto eingezahlt.

Kundenservice auch in deutscher Sprache verfügbar

Zwar handelt es sich bei der Crèdit Agricole um eine französische Bank, allerdings steht der Service für deutsche Kunden erfreulicherweise auch in deutscher Sprache zur Verfügung. Dies beginnt bei dem Internetauftritt, mit dessen Hilfe sich bereits so gut wie alle Fragen rund um das Festgeld klären lassen. Sollte es trotzdem Unklarheiten bei der Kontoeröffnung oder anderen Dingen im Rahmen der Kontoführung geben, ist es zudem möglich, unkompliziert per Telefon oder auch per Email Kontakt zu einem Servicemitarbeiter des Instituts aufzunehmen. Generell haben unsere Erfahrungen mit Festgeldangeboten gezeigt, dass auch andere Anbieter wie etwa die Creditplus Bank oder die FIMBank sehr bemüht sind, ihren Kunden einen optimalen Service zu bieten.

Bedienung nach einfachen Prinzipien

Bereits bei der Eröffnung des Kontos hat sich gezeigt, dass die Bedienung und Verwaltung des Kontos nur sehr wenig Mühe bereitet. Beim Festgeld ist der wesentliche Aufwand mit der Eröffnung Im Prinzip erledigt. Notwendig ist es allerdings, dass spätestens bis drei Tage vor Ablauf die Bank in Kenntnis gesetzt wird, dass der Anlagebetrag ausgezahlt werden soll, da sich ansonsten die Anlagedauer automatisch um ein Jahr verlängert. Dies kann jedoch unkompliziert per Email erledigt werden. Weitere Besonderheiten sind in diesem Zusammenhang nicht zu beachten.

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Weitere Angebote der Crèdit Agricole

Bei der Crèdit Agricole handelt es sich um ein großes französisches Finanzinstitut, welches die komplette Bandbreite an Finanzdienstleistungen anbietet. Dieses Angebot steht jedoch ausschließlich französischen Kunden zur Verfügung, da das Institut auf dem deutschen Markt derzeit nur mit dem hier beschriebenen Festgeldangebot vertreten ist.

Vor- und Nachteile des Festgeldes der Crèdit Agricole

Vorteile

  • Attraktive Zinsen bis zu 1,75 Prozent p.a. mit Festgeld (Stand Juni 2016)
  • Sieben verschiedenen Laufzeiten zwischen einem und sieben Jahren
  • Jährliche Einnahmen durch Auszahlung der Zinsen
  • Keine Quellensteuer, vollständige Auszahlung der Zinsen
  • Keine Gebühren im Rahmen der Festgeldanlage

Nachteile

  • Mindestanlagesumme von 5.000 Euro
  • Durch Auszahlung der Zinsen kein Zinseszinseffekt

Fazit – Bis zu 1,75 Prozent p.a. mit Festgeld bei der Crèdit Agricole

Sicherheit und ordentliche Rendite gibt es durchaus noch, und zwar mit dem Festgeld bei der französischen Crèdit Agricole. Die Anleger können dabei zwischen einer Anlagedauer von einem Jahr und bis zu sieben Jahren wählen, wobei bereits bei einem Jahr Anlagedauer knapp ein Prozent Zinsen gezahlt werden. Je Anlage müssen mindestens 5.000 Euro angelegt werden. Durch den französischen Einlagensicherungsfonds sind dabei Guthaben bis zu 100.000 Euro je Kunde in jedem Fall gesichert.

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