Aktien vor Dividendenausschüttung kaufen

von A.Schwankowksi 2017

Als Trader können Sie nicht nur durch den Kauf und Verkauf von Aktien eine Rendite erzielen und somit Geld verdienen, sondern auch auf die Dividende hoffen. Die Dividende ist grundsätzlich eine Art Gewinnbeteiligung, die sich abhängig vom Gewinn des Aktien-Unternehmens ergibt. Diese wird einmal jährlich an alle Aktionäre ausgeschüttet und dies kann sich für Sie als Anleger auf jeden Fall richtig lohnen. Einige Anleger versuchen zudem, Aktien direkt vor der Dividendenausschüttung zu erwerben, damit Sie von der ausgezahlten Dividende profitieren können. Grundsätzlich ist diese Option möglich, allerdings lohnt sich diese Taktik in vielen Fällen nicht. Anfänger sollten daher auf diese Möglichkeit nicht unbedingt setzen.

Die Dividende ist für einige Anleger der einzige Grund, weshalb sie in Aktien investieren. Statt auf starke Kursgewinne zu hoffen, damit die Aktien gewinnbringend verkauft werden können, sieht man sich in dieser Situation als Teilhaber des Unternehmens und möchte dementsprechend am Gewinn der Firma beteiligt werden. Die Dividendenausschüttung einmal im Jahr kann sich richtig lohnen, es gibt aber auch Unternehmen, die jahrelang keine Dividende ausschütten. Im Folgenden können Sie erfahren, warum es sich vielleicht lohnen kann, Aktien direkt vor der Ausschüttung der Dividende zu kaufen und weshalb diese Aktion teilweise auch ein Risiko für Sie als Trader darstellen kann.

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Die Dividende kassieren – und Aktien wieder abstoßen

Die Dividende wird oftmals als passives Einkommen beim Handel mit Aktien bezeichnet und kann auch auf jeden Fall als solches betrachtet werden. Immerhin müssen Sie als Anleger nicht viel dafür tun, die Dividende auch zu erhalten. Einzig Aktien des entsprechenden Unternehmens müssen Sie halten. Einige Trader setzen allerdings auch darauf, Aktien erst kurz vor der Dividendenausschüttung zu erwerben, um von dieser profitieren zu können. Viele Broker tun dies nach der Jahreshauptversammlung, die einmal jährlich stattfindet. Allerdings muss das genaue Datum oft erst recherchiert werden und die Ausschüttung kann auch erst Wochen nach der Versammlung erfolgen.

Einige Unternehmen verraten das Datum meist absichtlich nicht zu offensichtlich, um diese Handelsform zu unterbinden und zu vermeiden, dass Anleger lediglich dann Aktien kaufen, wenn die Dividendenausschüttung vor der Tür steht. Lukrativer ist es daher, Aktien bereits Monate vor der Hauptversammlung zu erwerben und diese langfristig zu halten. So kann sich der Abschlag davon wieder ausgleichen und die Dividende kann in jedem Fall „mitgenommen“ werden. Einige Trader setzen außerdem darauf, Aktien nach der Dividendenausschüttung zu erwerben. Dies hat einen besonderen Grund.

Aktien kaufen, nach dem die Dividende ausgeschüttet wurde

Vielfach sinken die Aktienkurse, nachdem die Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet wurde. Dies hat den Grund, dass viele Anleger nach dem Erhalt der Dividende aussteigen und somit der Markt mit einer gewissen Zahl an Aktien „geflutet“ wird. Dies kann sich für Sie als Trader lohnen, wenn Sie nach dem Absinken des Kurses investieren und dann das eigene Aktienportfolio aufstocken. Auf diese Weise können Sie von steigenden Kursen profitieren und natürlich auch den Vorteil nutzen, im kommenden Jahr eine Rendite zu erhalten. Vom kurzfristigen Kauf vor der Dividendenausschüttung können Sie dann allerdings keinen Gebrauch machen.

Zudem erfreut sich vielfach auch das Dividendenstripping großer Beliebtheit. Hierbei verkaufen Sie kurz vor der Ausschüttung der Dividende Ihren Bestand an Aktien und stocken den Bestand nach der Ausschüttung wieder auf. So können Sie einen positiven Kurs zwischen Verkauf und erneutem Kauf nutzen und somit profitieren. Diese Möglichkeit wird vor allem von deutschen Aktionären gerne genutzt, da Sie insgesamt eine lukrative Möglichkeit haben, das Potential des Aktienhandels vollständig auszuschöpfen. Unerfahrene Trader sollten sich vor dem Dividendenstripping allerdings ausreichend informieren, um kein zu hohes Risiko einzugehen.

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Verluste übersteigen vielfach die Rendite, wenn die Dividende abgegriffen werden soll

Der kurzzeitige Kauf von Aktien vor der Ausschüttung einer möglichen Dividende rechnet sich für Sie als Trader nur in wenigen Fällen. Sie sollten dabei immer einkalkulieren, dass Sie den optimalen Zeitpunkt des Wiederverkaufs verpassen. Nach der Dividendenausschüttung fallen die Kurse häufig und es muss genau abgepasst werden, wann sich ein Verkauf lohnt. Dies ist der Zeitraum, bevor die Kurse an Wert verlieren. Verpassen Sie diesen Zeitpunkt, kann Ihr Trading ebenso einen Verlust mit sich bringen. Wer als Trader bereits eine umfangreiche Erfahrung hat und zielsicher mit Aktien handeln kann, der hat die Möglichkeit, diese Option für sich zu nutzen. Vor allem aber als Einsteiger beim Aktienhandel sollten Sie von dieser Möglichkeit eher Abstand nehmen und stattdessen klassisch mit Aktien handeln. Für unerfahrene Trader wäre dieses Geschäft häufig zu riskant.

Transaktionskosten ebenfalls einkalkulieren und mitberechnen

Beim Aktienkauf müssen Sie als Trader nicht nur die Vorteile und Möglichkeiten einer Rendite oder Dividende im Blick behalten. Auch eventuelle Kosten sollten Sie einplanen und im Auge haben, da diese mitunter einen hohen Kostenfaktor ausmachen. Jede Transaktion kostet Sie Geld und diese Beträge sollten Sie genauestens einplanen. Jeder Broker erhebt dabei unterschiedliche Kosten und mitunter können die Kosten bei einem Anbieter deutlich höher sein, als bei einem Mitbewerber. Auch Provisionen, Kommissionen und Co. sollten Sie im Kopf haben und hierbei umfangreiche Gebührenkalkulationen durchführen. So können Sie letzten Endes ein lukratives Trading aufbauen und Ihre Kosten im Rahmen halten.

Je nach Höhe der Gebühren können diese unter Umständen auch höher liegen, als die mögliche Dividende, die bei einigen Unternehmen ausgeschüttet wird. Auf diese Weise kann sich Ihr Aktienhandel am Ende genau ausgleichen und Sie können in die Situation kommen, dass Sie keinen Gewinn erzielen. Auch ein Verlust wäre möglich, sodass Sie am Ende beim Trading draufzahlen müssen. In einem solchen Fall müssen Sie entsprechend das Kapital zur Verfügung stehen haben, um etwaige Verluste aufzufangen. Der Handel mit Aktien sollte daher nur eine Option für Sie sein, wenn Sie das dafür erforderliche Kapital auch frei zur Verfügung stehen haben.

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Die Abgeltungssteuer beim Aktienkauf vor der Dividendenausschüttung

Auch bei der Dividendenausschüttung müssen Sie als Anleger an die Abgeltungssteuer denken, die auch hierbei fällig wird. Bei den meisten Brokern wird die Abgeltungssteuer auch bei der Dividende direkt einbehalten und automatisch an das Finanzamt abgeführt. Sie müssen in diesem Fall selber nicht aktiv werden und die Dividende in der Steuererklärung auch nicht mit aufführen. 25 Prozent Ihres Ertrages sind dadurch allerdings schon weg. Ein Gewinn, den Sie also nicht selber in Anspruch nehmen können. Die automatische Abführung der Abgeltungssteuer auf die Dividende erfolgt jedoch nur, wenn Sie bei einem deutschen Broker handeln.

Sollten Sie bei einem Broker im Ausland aktiv sein, sollten Sie sich selber darum kümmern, dass die Abgeltungssteuer entrichtet wird. Dies müssen Sie über die Steuererklärung erledigen. Vergessen Sie dies, machen Sie sich schnell der Steuerhinterziehung strafbar und müssen mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Im Bezug auf die Dividende hat es allerdings keine Auswirkungen, ob die Abgeltungssteuer nach einer Transaktion einbehalten wird oder erst am Ende des Jahres. Die Dividende erhalten Sie – im Falle eines Falles – auf jeden Fall, sodass dies für Sie keinen Unterschied macht. Auf jeden Fall sollten Sie die Abgeltungssteuer aber im Blick behalten und diese keinesfalls außer Acht lassen.

Fazit: Der Aktienkauf zum Abgreifen der Dividende lohnt sich nur bedingt

Nicht in jedem Fall kann es sich für Sie als Trader lohnen, Aktien eines Unternehmens zu erwerben, nur um damit die Dividende zu erhalten. Dies liegt vor allem daran, dass die Ausschüttung der Dividende nur selten genau terminiert wird, sodass Sie tatsächlich noch Verluste erleiden könnten. Stattdessen ist das Dividendenstripping meist lukrativer und interessanter. Dabei verkaufen Sie die Aktien vor der Ausschüttung und stocken den Bestand bei fallenden Kursen im Anschluss wieder auf, wodurch ebenfalls ein Gewinn möglich wird.

Broker, die für den Handel mit Aktien gut geeignet sind

Bei vielen Brokern können Sie als Trader einfach und effizient in Aktien investieren und dabei auch in Unternehmen investieren, die an Aktionäre eine Dividende ausschütten. Die Broker sind am Markt zum Teil schon viele Jahre aktiv und durch einen Vergleich können Sie einen passenden Anbieter finden. Dabei müssen Sie sich aber einen genauen Überblick verschaffen. Die nachfolgenden Anbieter eignen sich für den Aktienhandel und bieten Ihnen grundlegenden Komfort dabei. So können Sie beim Broker Swissquote zum Beispiel am Handel teilnehmen und dazu eine professionelle Plattform verwenden. Der Broker bietet eine Regulierung und ist somit auch als sicher einzustufen, was für Sie als Trader in jedem Fall einen Vorteil darstellt.

Beim Broker ViTrade steht Ihnen ein umfangreiches Angebot zur Verfügung und Sie können eine mobile App nutzen und insgesamt sehr flexibel traden. Dazu steht Ihnen der Support des Anbieters über eine kostenlose Rufnummer sehr schnell zur Verfügung. Beim Anbieter sino sind Sie als Heavy Trader an der richtigen Adresse und können von starken Leistungen Gebrauch machen und günstige Konditionen für den Handel nutzen. Sino bietet einen persönlichen Support und eine zuverlässige Kontoführung beim etablierten Bankhaus HSBC Trinkaus, sodass Sie insgesamt von sehr professionellen Rahmenbedingungen profitieren können.