comdirect übernimmt OnVista – Was haben die Kunden davon?

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 25.08.2020

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Im ersten Halbjahr 2017 wird die OnVista Group voraussichtlich von der comdirect Bank übernommen –die Bankenaufsichts- und Kartellbehörden müssen nur noch ihre Einwilligung dazu geben. Der Finanzriese, der über 13 Millionen Euro an Kundeneinlagen betreut, kann seinen Stand auf diese Weise weiter ausbauen, während OnVista als kleineres Unternehmen von einem starken Partner im Rücken profitieren kann. Für die Kunden soll sich am Angebot der comdirect Bank und von OnVista vorerst nichts verändern – gerade für die Kunden der OnVista Bank erweist sich dies aufgrund der günstigen Discount-Konditionen des Unternehmens als Vorteil.

 

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Das Unternehmen comdirect im Überblick

Im Jahre 1994 erfolgte die Gründung von Comdirect als Direktbank-Tochter der Commerzbank. 1999 wurde die damalige GmbH in eine Aktiengesellschaft umgewandelt – seit dem 5. Juni 2000 ist die Commerzbank an der Börse notiert. Als Unternehmen der Commerzbank gehört auch die comdirect der Cash Group an. Die Einlagen der rund 3 Millionen Kunden des Unternehmens werden durch die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken und den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. abgesichert.

Die comdirect deckt die Bereiche Online Investment, Direct Banking, Fondsadministration sowie die Finanz- und Vermögensberatung ab. Insgesamt kann das Unternehmen damit rund 3 Millionen Kunden vorweisen, die ein Gesamtvermögen von über 50 Milliarden Euro über die deutsche Bank verwalten. Zum Angebot der comdirect gehören dabei unter anderem Depots, Girokonten, Baufinanzierungen und Kredite.

comdirect übernimmt OnVista

Beim Informer handelt es sich um eine Alternative zu onvista.de

 

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Die Geschichte der OnVista Bank im Überblick

Die heutige OnVista Bank startete im Jahre 1997 unter der Bezeichnung „Fimatex“ und wurde im Jahre 2003 in „Fimatex by Boursorama“ weiterentwickelt. Die OnVista Bank gehört, ebenso wie OnVista Media und OnVista.de zur OnVista AG beziehungsweise der OnVista Group. Diese war bis zur Übernahme durch die comdirect Bank als Tochtergesellschaft der Boursorama S.A. tätig. Die OnVista Bank unterhält ihren Stammsitz in Frankfurt am Main und untersteht damit der deutschen Bankenaufsicht. Die Einlagensicherung geht durch den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. vonstatten.

Die OnVista Bank ermöglicht in erster Linie den Handel mit Wertpapieren an allen wichtigen deutschen sowie an 13 ausländischen Börsenplätzen. Darüber hinaus ermöglicht das Unternehmen auch den außerbörslichen Direkthandel mit über 22 Emittenten sowie den Futures- und Optionenhandel an der Eurex. Auch der CFD-Handel ist über die professionelle Handelssoftware GTS (Global Trading System) möglich.

Die OnVista Bank hebt sich dabei durch eine wichtige Besonderheit von den meisten anderen Instituten ab: 2012 war die OnVista Bank der erste Online Broker, der auf die Ausgabeaufschläge im Fondshandel über die KAG verzichtete. Abgesehen davon können über die OnVista Bank seit 2013 rund 150 Fonds, ETF-, ETC- und Zertifikate-Sparpläne ab 50 Euro monatlich kostenfrei bespart werden.

Die OnVista Bank ist für attraktive Konditionen bekannt

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comdirect übernimmt OnVista – Wie kam es dazu?

Mit der Übernahme der OnVista AG durch die comdirect setzt sich die Konsolidierung im deutschen Brokerage-Markt fort. Nachdem erst wenige Wochen vor der Bekanntgabe der Übernahme auch die Integration der DAB Bank aus München in die Consorsbank bekannt gegeben wurde, zog die Comdirect Bank kurz darauf nach.

Die französische Großbank Société Générale scheint sich damit aus dem deutschen Markt zurückzuziehen, nachdem sie in den 1990er Jahren mit der Gründung von Fimatex in den deutschen Markt eingestiegen war. Nach einer Berg- und Talfahrt wurde das Finanzportal onvista.de von der französischen Großbank für 120 Millionen Euro übernommen, woraufhin Fimatex zur OnVista Bank wurde. Die Hoffnung, durch die Übernahme möglichst viele User des Portals zu Bankkunden zu konvertieren, wurde nunmehr nach fast 10 Jahren wohl als gescheitert erklärt – immerhin kann die OnVista Bank rund 90.000 Kunden zählen, während die comdirect über 3 Millionen Kunden vorweisen kann.

 

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Der Blick in die Zukunft für die Kunden: Wie geht’s weiter?

Bevor die Übernahme unter Dach und Fach ist, müssen noch die Bankaufsichts- und Kartellbehörden dem Kauf zustimmen – dies sollte aufgrund der geringen Größe der OnVista Bank allerdings kein Problem darstellen. Daraufhin wird sich voraussichtlich bald zeigen, wie die comdirect nach der Übernahme mit der Marke OnVista verfahren wird. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die OnVista Bank aufgegeben und die Kunden in die comdirect integriert werden, wie es auch schon bei der Consorsbank und der DAB Bank der Fall war. Immerhin wäre es für die comdirect kaum lohnenswert, sich eine günstiger positionierte Zweitmarke mit eigener Verwaltung, IT-Infrastruktur und eigenen Prozessen zu leisten.

Darüber hinaus stellt sich die Frage: Wie wird es mit dem Finanzportal onvista.de weitergehen? Beim Mediageschäft handelt es sich um einen komplett anderen Bereich als beim Kerngeschäft der comdirect – dass dies nicht unbedingt die beste Grundlage für höchstmöglichen Erfolg darstellt, hat schon die OnVista AG in der Vergangenheit beweisen. Ob comdirect demnach das Angebot von OnVista Media weiterführen wird, ist fraglich – ein Verkauf erscheint wahrscheinlicher.

Was sagen die Köpfe hinter den Unternehmen zum Verkauf?

Über den Kaufpreis wird von beiden Seiten Stillschweigen vereinbart. Obwohl der Kaufpreis vom Verkaufspreis wahrscheinlich nicht gedeckt werden konnte, scheinen beide Parteien mit dem Handel zufrieden zu sein: Arno Walter, Vorstandsvorsitzender der comdirect bank AG gibt an, mit dem Kauf der OnVista AG eine Wachstumsakquisition getätigt zu haben, durch welche die Position der comdirect als Marktführer im Brokerage in Deutschland nach Tradezahlen gestärkt werden kann. Darüber hinaus hält das Unternehmen dadurch weiter Kurs auf der Strategie, die erste Adresse für Sparen, Anlegen und Handeln mit Wertpapieren zu sein. Darüber hinaus freut sich Arno Walter darauf, mit onvista.de als etabliertem Namen eine optimale Plattform für Finanzinformation sowie zur Vermarktung und Neukundengewinnung schaffen zu können, was den Wachstumsambitionen des Unternehmens entspricht.

Auch die OnVista AG scheint mit dem Handel zufrieden zu sein: Ralf Oetting, Verstand der OnVista AG freut sich darüber, dass OnVista künftig zur comdirect Gruppe gehört. Darüber hinaus gibt er an, dass beide Geschäftsmodelle hervorragend zusammenpassen, wodurch für OnVista und auch für die Kunden selbst starke Chancen für die Zukunft entstehen. Ob dem tatsächlich der Fall sein wird oder ob die Kunden stattdessen mit Änderungen in Bezug auf die Angebote und Konditionen konfrontiert werden, ist bislang jedoch noch fraglich.

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