Die Vorteile eines Dispokredits nutzen – aber richtig!

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 28.08.2020

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Zu einem regulären Girokonto gehört in aller Regel auch ein entsprechender Dispositionskreditrahmen. Zumindest wenn auf dem Konto ein regelmäßiges Gehalt eingeht und der Kontoinhaber nicht über eine negative Bonität verfügt, kann er frei über das zusätzliche Guthaben verfügen, welches ihm dieser flexible Kredit bietet. Dieser Spielraum bietet für den Kontoinhaber zahlreiche Vorteile. Unter anderem können kurzfristige finanzielle Engpässe überbrückt werden, ohne dass bürokratischer Aufwand für die Aufnahme eines Kredites erforderlich ist. Außerdem ermöglicht der Dispositionskredit eine optimierte Kontoführung ohne großen Finanzpuffer.

Stattdessen kann mehr Guthaben auf Tagesgeldkonten geparkt werden und somit kontinuierlich Zinsen erwirtschaften. Doch ein Dispositionskredit birgt auch eine Reihe von Gefahren. Wird der Dispo als dauerhaftes Darlehen für das Bestreiten des Lebensunterhaltes zweckentfremdet, drohen nicht nur hohe Kosten. Es gehen auch die eigentlichen Vorteile des Dispos verloren. In unserem Artikel möchten wir Ihnen zeigen, wie ein solcher Kredit funktioniert und beantragt werden kann. Ebenso möchten wir Hinweise dazu geben, wie sie dieses Instrument optimal für ihre individuellen Bedürfnisse einsetzen.

 

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So funktioniert der Dispokredit

Das Prinzip des Dispositionskredites ist denkbar einfach und stammt ursprünglich aus dem Unternehmensgeschäft der Banken. Seit langem wird in diesem Bereich ein sogenannter Kontokorrentkredit angeboten, mit dem die Unternehmen ihre laufenden Ausgaben absichern können. Wenn erwartete Zahlungseingänge dabei länger auf sich warten lassen, können über diesen Kontokorrentkredit laufende Rechnungen beglichen werden, so dass die Produktion weitergehen kann. Von Seiten der Bank wird dem Unternehmen ein bestimmter Kreditrahmen eingeräumt, so dass das Unternehmen auch dann zahlungsfähig bleibt, wenn ein negativer Saldo zu Buche steht. Genau nach dem gleichen Prinzip funktioniert der Dispositionskredit im Privatkundengeschäft. Den Kunden wird je nach persönlichen Voraussetzungen ein individueller Kreditrahmen eingeräumt, den sie beliebig nutzen können.

Funktion Dispokredit

Ist auf dem Konto etwa ein aktueller Kontostand im Bereich von null zu verzeichnen, ist es trotzdem möglich, Rechnungen zu begleichen, Daueraufträge auszuführen oder mit der Bankkarte zu bezahlen oder Bargeld abzuheben. Auf diese Weise bleiben die Kunden also auch dann flüssig, wenn das Guthaben bereits vollständig aufgebraucht ist. Prinzipiell handelt es sich bei einem Dispo um einen Kredit, den die Bank ihren Kunden einräumen kann, jedoch nicht muss. Die Entscheidung, ob der Kunde von einem solchen flexiblen Kredit profitieren kann und in welcher Höhe der Rahmen tatsächlich gewährt wird, hängt dabei zunächst vom Ermessen der Bank ab. Ebenso wichtig sind aber die Voraussetzungen, die der Kunde mitbringt. Entscheidend sind vor allem ein regelmäßiges Einkommen sowie eine positive Bonität, die u.a. durch einen Abruf bei der Schufa überprüft wird.

In der Regel wird ein Dispo in Höhe von drei Gehaltseingängen auf dem Konto gewährt. Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass jede Bank ein Interesse daran hat, dem Kunden einen Dispo zur Verfügung zu stellen. Sobald dieser nämlich genutzt wird, verdient die Bank an den entsprechenden Zinsen, die der Kunde zu entrichten hat. Denn für einen Dispositionskredit sind die Zinsen deutlich höher als etwa für einen regulären Verbraucherkredit, der gesondert bei der Bank aufgenommen werden muss. Ein Dispositionskredit sollte aus diesem Grund auch immer nur für kurze Zeit in Anspruch genommen werden. Trotzdem bietet dieses Instrument für den Alltag eines Verbrauchers zahlreiche Vorteile wie wir im anschließenden Kapitel darstellen möchten.

 

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Die Vorteile des Dispos gegenüber einem Kredit

Wenn man allein auf die Zinsen schaut, scheint es eigentlich wenig Sinn zu machen, den Dispositionskredit zu nutzen. Während die durchschnittlichen Zinsen für den Dispo etwa bei neun Prozent liegen, sind Verbraucherkredite mit einer Laufzeit von zwei bis drei Jahren für deutlich weniger als die Hälfte zu bekommen. Trotzdem müssen Kontoinhaber, die den Dispositionskredit von Zeit zu Zeit nutzen, nicht unbedingt einen finanziellen Nachteil erleiden. Denn im Gegensatz zum Dispositionskredit können klassische Kreditkunden über keinerlei Flexibilität verfügen, wenn sie einen regulären Kredit aufnehmen. Das heißt konkret, dass für die volle, vertraglich vereinbarte Laufzeit der vereinbarte Zins gezahlt werden muss, unabhängig davon, ob das Geld nun benötigt wird oder nicht. Dem gegenüber wird für den Dispositionskredit nur dann ein Zins verlangt, wenn dieser tatsächlich in Anspruch genommen wird.

Ist es also notwendig, dass für eine finanzielle Ausgabe kurz vor dem nächsten Gehaltseingang der Dispo in Anspruch genommen wird, dieser dann mit der Gehaltszahlung aber sofort zurückgezahlt wird, halten sich die Kosten hierfür auch bei höheren Zinssätzen in sehr engen Grenzen. Zu den Vorteilen, von denen mit Blick auf die Kosten profitiert werden kann, kommen weitere positive Aspekte, da im Vergleich zu einem regulären Kredit nur ein sehr geringer Aufwand betrieben wird, um einen Dispokredit zu erhalten und zu nutzen. Während für einen standardmäßigen Kredit ein eigener Antrag gestellt wird, der zunächst von der Kreditabteilung der Bank geprüft und bearbeitet wird, kann ein Dispokredit, sobald er einmal eingeräumt wurde, jederzeit und ohne weiteren Verwaltungsaufwand genutzt werden. Sollte der Dispokredit nicht ohnehin schon zur Grundausstattung des Kontos gehören, kann dieser, solange die entsprechenden Bedingungen erfüllt sind, mit einem kurzen Formular und zum Teil auch online bei der Bank beantragt werden.

Vorteile Dispokredit Kredit

Welche Voraussetzungen gelten für einen Dispokredit?

Lässt sich aus dem bisherigen Verhalten des Kunden ein Muster erkennen, welches die Bank als vertrauenswürdig und solide einstuft, steht der Einrichtung eines Dispos eigentlich nichts im Wege. Werden zudem weitere Sparprodukte bei der Bank in Anspruch genommen, etwa ein Festgeld- oder eine Tagesgeldkonto, stuft dies die Bank häufig als weitere Sicherheit ein und gewährt ohne Problem einen komfortablen Disporahmen. Zentrale Voraussetzung ist und bleibt jedoch ein regelmäßiges Einkommen, welches zudem aus einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung stammen sollte. Gehen in drei aufeinanderfolgenden Monaten entsprechende Zahlungen auf dem Konto ein, ist die Mindestanforderung an den Dispo erfüllt.

Schwerer haben es bei vielen Banken dagegen Selbstständige. Wenn überhaupt ein Dispo eingeräumt wird, dann häufig zu etwas höheren Zinsen. Hintergrund sind vor allem Sicherheitsbedenken seitens der Bank. Während bei regulär beschäftigten Kunden eine höhere Kontinuität vermutet wird, stufen Banken Selbstständige als Schuldner mit einem erhöhten Ausfallrisiko ein. Dies liegt unter anderem daran, weil sie im Gegensatz zu Angestellten kein Arbeitslosengeld bekommen, wenn sie ihre Beschäftigung aufgeben müssen und auch geschäftliche Risiken die Zahlungsfähigkeit gefährden.

 

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Schwierige Aussichten für Arbeitslose und Studenten

Eine weitere Gruppe, welche bei Dispokrediten zumeist außen vor bleibt, sind Arbeitslose und Empfänger von anderen Transferleistungen wie Bafög. Auch hier stufen die Institute das Ausfallrisiko als erhöht ein. Aus Sicht der Institute muss befürchtet werden, das Empfänger von Arbeitslosengeld in den Hartz 4 Bereich rutschen, weniger Geld bekommen und ihren Dispo nicht mehr zurückzahlen können. Die Aussichten, Außenstände auf dem Rechtsweg einzutreiben, werden insbesondere bei Hartz 4 Empfängern als eher gering eingestuft. Etwas anders liegt dagegen der Fall bei Personen, die etwa Elterngeld erhalten.

Wird für die Bank ersichtlich, dass im Anschluss wieder eine reguläre Beschäftigung aufgenommen wird, wird der Dispo in der Regel nicht einmal eingeschränkt. Eröffnet ein Bezieher von Elterngeld ein neues Konto, bleibt die Bank zunächst skeptisch und vergibt den Dispo wenn überhaupt nur sehr vorsichtig. Darüber hinaus haben es Gruppen wie Schüler, Studenten, Hausfrauen oder Hausmänner ohne eigenes Einkommen sehr schwer, an einen eigenen Disporahmen zu kommen. Was bleibt, ist die Möglichkeit, ein Gemeinschaftskonto zu eröffnen, bei dem das gemeinsame Einkommen für die Einrichtung und Berechnung des Dispos zu Grunde gelegt wird.

Dispokredit für Arbeitslose und Studenten

Wenn der Dispo zur Kostenfalle wird

So praktisch und nützlich ein Dispositionskredit für den Kontoinhaber auch ist – wird er falsch eingesetzt, kann er nicht nur zu finanziellen Nachteilen führen, sondern sich für den Inhaber zur regelrechten Kostenfalle entwickeln. Wird ein Dispo tatsächlich nur als Puffer genutzt und das Konto die meiste Zeit im Haben geführt, muss am Ende eines Abrechnungszeitraums kaum mit zusätzlichen Kosten gerechnet werden. Doch gerade für Kontoinhaber mit geringem Einkommen und mangelnder Ausgabendisziplin kann ein Dispo auch völlig falsche Anreize setzen. Lassen sich die Verbraucher durch den komfortabel erscheinenden Spielraum zu zusätzlichen Ausgaben verleiten und sind danach nicht in der Lage, den Dispo zügig auszugleichen, ergeben sich gleich mehrere Nachteile.

Zunächst müssen dann dauerhaft die erhöhten Zinsen getragen werden. Bei einem Zinssatz von etwa acht Prozent bedeutet eine durchschnittliche Inanspruchnahme des Dispos in Höhe von 500 Euro jährliche Kosten von immerhin 40 Euro. Wird der Dispo bis zur Grenze beansprucht, gehen zudem die Vorteile verloren, die dieses Instrument eigentlich lösen soll: Daueraufträge können nicht vorgenommen werden und Lastschriften werden zurückgewiesen. Weitere Kosten für Stornierungen und Mahnungen sind die Folge. Verfügen die Kontoinhaber ohnehin über ein sehr knapp bemessenes Budget, ergibt sich durch die zusätzlichen Kosten ein dauerhaftes Defizit und die Verbraucher landen in einer Kostenspirale, aus der sie im schlimmsten Fall nicht mehr herausfinden.

 

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Fazit – Bei richtiger Nutzung bieten sich viele Vorteile

Mit einem Dispo wird der finanzielle Alltag zunächst deutlich vereinfacht. Das Konto muss dabei nicht ständig im Blick behalten werden, auch wenn das Guthaben nahe der Null pendelt. Kleinere unerwartete Ausgaben können zudem problemlos geschultert werden, ohne dass der Kontoinhaber sich mit der Bürokratie für einen regulären Kredit herumschlagen muss. Es ist keine bestimmte Summe vorgeben und mit dem nächsten Gehalt erfolgt automatisch die Rückzahlung. Ebenso kann mit anderen Mitteln, etwa vom Tagesgeldkonto, der Dispo zeitnah beglichen werden. Auch wenn für die Kostenbilanz vor allem das Nutzungsverhalten entscheidend ist, haben natürlich auch die Zinsen einen entsprechenden Einfluss und sollten bei der Wahl des passenden Kontos berücksichtigt werden. Attraktive Zinsen für den Dispo bieten derzeit die DKB, die ING (ehemals ING-DiBa) oder auch die 1822direkt.

Bilderquelle:

  • www.shutterstock.de
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