Lotgrößen: Margin durch Handelsvolumen beeinflussen

von A.Schwankowksi 2017

Beim Handel mit Währungen oder auch CFDs wird Ihnen der Begriff Lot oder Lotgrößen früher oder später über den Weg „laufen“. Das Lot beschreibt dabei eine Handelseinheit und stammt aus dem englischen Sprachbereich. Übersetzen kann man den Begriff Lot mit Posten. Ein Lot ist somit ein Handelsposten. Lots unterteilt man in diverse Einheiten, wobei ein Lot zumeist für 100.000 Währungseinheiten steht, wenn es im Forex Handel erwähnt wird. Das bedeutet aber nicht, dass Sie als Trader auch einen Betrag von 100.000 Euro (beispielweise) für den Handel aufbringen müssen. Der Hebel beziehungsweise die Margin tragen dazu bei, dass Sie selber nur einen Bruchteil des Budgets zur Verfügung stellen müssen.

Durch die unterschiedlichen Lotgrößen können Sie beim Handel aber auch die erforderliche Margin, also Ihre Sicherheitsleistung, die beim Broker hinterlegt werden muss, beeinflussen. Worauf es dabei ankommt und wie dies funktioniert, können Sie im Folgenden nachlesen. Zudem erhalten Sie umfangreiche Informationen rund um die Margin, die einzelnen Lotgrößen und die Chancen und Risiken, die das Trading auf diese Weise mit sich bringt. Die erforderliche Margin kann je nach Handelsvolumen lediglich 0,5 Prozent betragen, sodass Sie selber nur einen sehr geringen Teil des Kapitals bereithalten müssen. Das Risiko des Margin Call sollten Sie dabei aber immer berücksichtigen.

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Die Margin und ihre Bedeutung für den Handel mit Währungen

Bei der Margin handelt es sich um Kapital, das Sie als Sicherheitsleistung für den Handel selber aufbringen müssen. Dabei handelt es sich nicht um einen Lombardkredit, allerdings erhalten Sie in gewisser Form einen Tradingkredit durch den Hebel. Sie selber müssen dann nur die Margin bereitstellen, einen prozentualen Teil des Handelsvolumens. Dies bietet für Sie die Möglichkeit, bei einem sehr geringen eigenen Einsatz mit einem hohen Budget in den Handel zu investieren und somit weitaus höhere Renditen zu erreichen.

Allerdings birgt dies auch Risiken, da Sie im Falle eines Falles den gesamten Einsatz verlieren und auch das vom Broker bereitgestellte Kapital in Gefahr geraten kann. Der Handel mit Margin bietet also nicht nur eine Chance, sondern auch das Risiko, höhere Verluste zu erzielen, als eigentlich an Kapital bereitgestellt wurde. Der Hebel – also ein Wert wie 1:100 zum Beispiel – stellt immer dar, welchen Betrag Sie selber noch aufbringen müssen. Bei einem Hebel von 1:100 müssten Sie als Trader demnach noch ein Prozent der Handelssumme selber bereitstellen, die als Sicherheit im Handelskonto zur Verfügung stehen muss. Vom Broker werden die restlichen 99 Prozent des Budgets zur Verfügung gestellt.

Die einzelnen Lotgrößen auf einen Blick

Bei den Lotgrößen gibt es klare Strukturen, die auch von Einsteigern einfach zu verstehen sind. Als Trader sollten Sie Begriffe wie Lot, Mini-Lot und Co. auf jeden Fall kennen, da Ihnen diese beim Forex Handel immer wieder unterkommen werden. Bei den Lots gibt es folgende Einstufungen:

Lot = 100.000 Einheiten

Mini-Lot = 10.000 Einheiten

Mikro-Lot = 1.000 Einheiten

Wenn Sie mit einem Lot am Handel teilnehmen, handeln Sie also nicht einen Dollar oder einen Euro, sondern direkt mit 100.000 Einheiten der jeweiligen Währung. Dies liegt daran, dass darunterliegende Beträge sich für die meisten Broker nicht rechnen. Falls doch, stehen Mini- oder Mikro-Lots zur Verfügung, wodurch Sie insgesamt ein geringeres Budget an den Märkten bewegen.

Je nach Broker gibt es hierbei Unterschiede und die Mini- und Mikro-Lots richten sich vor allem an Kleinanleger, die mit keinem allzu hohen Budget in den Handel investieren möchten. Somit verringert sich auch die mögliche Maximalrendite, gleichzeitig sinkt aber auch das Verlustrisiko, da weniger Kapital in Anspruch genommen wird. Je mehr Lots Sie handeln, desto höher ist logischerweise auch das Risiko, da Sie mit mehr Kapital am Handel partizipieren. Vor allem für Einsteiger ist dies oftmals nur schwer nachzuvollziehen.

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Margin und Hebel: So berechnen Sie die Margin für Ihr Trading

Sollten Sie mit Margin handeln wollen, hängt die zu hinterlegende Sicherheit vom jeweiligen Hebel ab. Bei manchen Brokern haben Sie lediglich die Möglichkeit, einen Hebel von 1:2 zu nutzen, wodurch Sie 50 Prozent des Volumens der Order als Margin bereitstellen müssen. Liegt der Hebel bei 1:10, liegt die Margin bei nur noch 10 Prozent, sodass Sie mit deutlich mehr Kapital bei geringerem Einsatz in den Handel investieren können. Viele Broker ermöglichen beim Devisenhandel aber auch noch höhere Hebel, sodass Sie mitunter nur noch sehr geringe Prozentbeträge bereitstellen müssen.

Bei einem Hebel von 1:200 müssen Sie als Trader lediglich 0,5 Prozent des Ordervolumens zur Verfügung stellen, damit eine Transaktion im Währungshandel durchgeführt werden kann. Handeln Sie ein Lot, beträgt die Margin somit 500 Einheiten der Währung. Bei einem Mini-Lot wären es nur 50 Einheiten. Dies bietet auch für Trader mit geringem Budget die Möglichkeit, mit hohen Beträgen am Markt zu handeln. Ein entsprechend hohes Risiko müssen Sie als Trader dabei aber auf jeden Fall eingehen, da Sie unter Umständen nicht nur den eigenen Einsatz – also die Margin – verlieren können. Im schlimmsten Fall droht der sogenannte Margin Call – Sie müssen also zusätzliches Geld bereitstellen, damit die Transaktion aufrecht erhalten werden kann.

So beeinflusst das Handelsvolumen die erforderliche Margin

Die erforderliche Margin hängt nicht nur vom Hebel, sondern auch von Ihrem Handelsvolumen ab. Handeln Sie lediglich ein Mini-Lot, müssen Sie natürlich eine geringere Margin aufbringen, als wenn mit einem oder mehreren Lots gehandelt wird. Bei einem Hebel von 1:200 fällt bei einem Lot eine Margin von 500 Währungseinheiten an, bei zwei Lot sind es 1.000 Einheiten und so weiter. Je nach vorhandenem Budget kann sich so ergeben, welches Handelsvolumen Sie tatsächlich handeln können und welche Wege Ihnen verwehrt bleiben.

Für Kleinanleger bietet die Margin in jedem Fall ein großes Potential, da dank dieser größere Investitionen ohne großartige Probleme möglich sind. Dass sich dadurch auch ein höheres Risiko ergibt, sollten Sie als Trader aber in jedem Fall berücksichtigen. Ganz allgemein gilt, dass Sie beim Handel mit Margin immer über ein zusätzliches finanzielles Polster verfügen sollten, damit Sie einen etwaigen Margin Call ausgleichen können. Ansonsten kann der Broker die Transaktion beenden und Sie gehen mit einem totalen Verlust aus dieser heraus. Beim Währungshandel gilt außerdem, dass Sie nur das Kapital investieren sollten, welches Ihnen frei zur Verfügung steht und nicht an anderer Stelle dringend gebraucht wird.

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Der Handel mit Währungen kurzerhand erklärt

Der Forex Markt bietet für Sie als Trader ein großes Potential und sehr viel Abwechslung. Anders als beim Aktienhandel erwerben Sie hierbei keine Wertpapiere, sondern Währungen. Dabei setzen Sie darauf, dass die Kurse der Währung entweder fallen oder steigen. Durch die Kursunterschiede – die sogenannten Spreads – erzielen Sie dabei Ihren Gewinn. Je niedriger die Spreads bei einem Broker liegen, desto lukrativer ist der Handel für Sie. Verändert sich der Kurs in die gewünschte Richtung erreichen Sie einen Gewinn – durch die Margin kann dieser deutlich höher ausfallen, als wenn Sie ohne diese handeln würden.

Der Währungshandel bezieht sich dabei grundsätzlich auf Währungspaare – also zum Beispiel Euro und US-Dollar. Dabei können Sie mit den allermeisten Währungspaaren am Handel teilnehmen, zwischen den einzelnen Forex Brokern gibt es allerdings Unterschiede, die sich auch auf die Gebühren und Kosten beziehen können. Neben den Hauptwährungen stehen zudem oftmals noch Nebenwährungen bereit, in wenigen Fällen können Sie auch mit exotischen Währungen am Handel teilnehmen. Hierbei ist das Risiko aufgrund schlechterer Prognosen aber meist als höher einzustufen. Der Währungshandel ist kurzfristig, aber auch mittel- und langfristig möglich und bietet für Sie als Trader somit ein sehr hohes Maß an Abwechslung.

Fazit: Die Margin bietet Potential für den Handel, birgt aber auch ein Risiko

Insgesamt haben Sie als Trader mit der Margin die Möglichkeit, sehr lukrativ am Handel mit Währungen teilzunehmen und dabei ein größeres Potential zu nutzen. Allerdings besteht dabei auch die Gefahr, dass Sie Ihr Kapital verlieren und zudem dem Broker zusätzliches Budget bereitstellen müssen. Je nach Hebel ist es nur noch erforderlich, dass Sie einen sehr geringen Betrag des Ordervolumens als Sicherheit bereitstellen. Die unterschiedlichen Lotgrößen spielen dabei ebenso eine Rolle und Sie sollten diese als Trader auf jeden Fall kennen, damit Sie entsprechend in den Währungshandel investieren können.

Forex Broker, die sich gut für den Handel eignen und Potential haben

Als Trader können Sie am Markt zahlreiche Broker finden, die es Ihnen ermöglichen, am Handel mit Devisen teilzunehmen. Dabei kann es kompliziert sein, den Überblick zu behalten oder seriöse Broker zu ermitteln. Im Folgenden finden Sie drei Forex Broker, bei denen Sie ein umfangreiches Angebot finden und somit vielseitig am Handel teilnehmen können. Beim deutschen Anbieter City Index haben Sie zum Beispiel den Vorteil, dass Sie einen Anbieter gefunden haben, der seit mehr als 30 Jahren am Markt aktiv ist und somit über sehr viel Erfahrung verfügt. Der Broker stellt Ihnen zudem auch ein Demokonto zur Nutzung bereit.

Niedrige Spreads und damit einen sehr interessanten Handel finden Sie beim Anbieter LMAX Exchange. Auf diese Weise können Sie sehr lukrativ am Handel teilnehmen und von insgesamt sehr niedrigen Gebühren profitieren. Schnelle Orderausführungen gibt es bei diesem Broker ebenfalls und Sie haben die Möglichkeit, mit einer mobilen App bequem am Handel teilnehmen zu können. Beim Broker WH Selfinvest können Sie nicht nur ein Demokonto in Anspruch nehmen, Sie können außerdem auch von mehreren Testberichten profitieren, wodurch sich die hohe Seriosität des Brokers zeigt. Beim Trading können Sie hier zudem diverse Strategien in Anspruch nehmen.