Ginmon Anlageverwaltung im Test: Erfahrungen & Testbericht

von A.Schwankowksi 2017

Auch wenn Banken und Anlageberater mitunter etwas anders glauben wollen, eine nachhaltige, individuell angepasste und ausbalancierte Anlagestrategie ist weder besonders schwierig umzusetzen noch übermäßig teuer. Dies zeigt u.a. der Anbieter Ginmon mit seinem Geschäftsmodell. Auf Grundlage eines transparenten Gebührenmodells haben die Anleger hier die Möglichkeit, in weniger als zehn Minuten eine Anlagestrategie zu entwerfen, die an ihren persönlichen Zielen und Voraussetzungen ausgerichtet ist. Vor diesem Hintergrund richtet sich das Angebot von Ginmon auch an alle Anlegertypen, unabhängig davon, ob sie alt oder jung sowie risikosensibel oder spekulativ ausgerichtet sind. Ebenso wenig entscheidend ist es, wie groß der Betrag ist, der über Ginmon angelegt werden soll.

ginmon_logo

Dies ist zumindest das Versprechen, mit dem Ginmon derzeit in den Markt geht. Wie dies dann konkret umgesetzt wird, wollten wir in einem Test herausfinden. Neben Fragen nach Gebühren und Renditeperspektiven haben wir dabei natürlich auch auf Kundenservice und Bedienungsfreundlichkeit geachtet. Ganz wichtig ist darüber hinaus die Frage, mit welchem Sicherheitsniveau die Anleger rechnen können.

Die wichtigsten Fakten zu Ginmon

Bevor wir uns den einzelnen Testergebnissen widmen, haben wir zunächst die wichtigsten Fakten rund um den Anbieter Ginmon auf einen Blick für Sie zusammengestellt.

  • Einfache Verwaltung
  • Geringe und transparente Kosten
  • Aktives Management des Anlageportfolios
  • Individuelles Anlageprofil und Ziel kann unkompliziert ermittelt werden
  • Sicherheit der Anlagesumme durch breite Streuung auf ETFs
  • Flexibilität durch freien Zugriff auf das Anlagekapital

Folgende Leistungen und Konditionen bietet Ginmon

Wer sich mit älteren Generationen über die Geldanlage unterhält, bekommt schnell den Eindruck, dass es sich dabei um eine hoch komplizierte Angelegenheit handelt, bei der entweder hohe Gebühren durch Anlageberater befürchtet werden, oder aber mit nur bedingt passfähigen Anlageprodukten der Hausbank gerechnet werden muss. Und tatsächlich folgt auch heute noch die Anlagestrategie bzw. die entsprechende Beratung einem solchen Muster. Dabei gibt es mit Anbietern wie Ginmon absolut attraktive Alternativen. Die Attraktivität des Angebots von Ginmon ist nach unseren Erfahrungen vor allem darin zu sehen, dass den Anlegern ein optimales, weil individuell passendes Anlagekonzept vermittelt wird, für welches nur sehr moderate Gebühren verlangt werden.

Zunächst zu den Gebühren: Hier sind im Prinzip nur zwei Zahlen entscheidend. Zum einen wird eine jährliche Verwaltungsgebühr von nur 0,39 Prozent des Anlagevermögens erhoben. Hinzu kommt eine Erfolgsbeteiligung, die sich an den erzielten Renditen orientiert. Genau 10 Prozent des jährlichen Wertzuwachses werden durch Ginmon als Gebühr einbehalten. Im Vergleich zu klassischen Investmentfonds oder gar einem aktiv verwalteten Vermögensportfolio ist das nach unseren Erfahrungen ein unschlagbarer Preis, zumal mit diesen Gebühren alle Kosten abgegolten sind. Weder für die Depotführung noch für die Eröffnung oder auch für Kontoauszüge werden irgendwelche zusätzlichen Kosten berechnet.

ginmon_konditionen

Für diesen Preis erhält der Kunde dann ein Anlageportfolio, welches an seine individuelle Situation angepasst wird. Hierfür wird zu Beginn ein kurzer Fragebogen durchlaufen, mit dem neben Laufzeit, Verlusttoleranz und Risikoaversion zentrale Präferenzen des Anlegers abgefragt werden. Investiert wird das Geld dann in verschiedene, sehr breit gestreute Kapitalmarktprodukte, wobei vor allem ETFs bevorzugt werden. Konkret wird das Geld der Anleger in Aktien, indirekte Immobilien und Anleihen investiert. Dabei werden die Gewichte dieser Anlageklassen entsprechend der individuellen Strategie sowie mit dem Fortschreiten der Laufzeit beständig angepasst. Dagegen investiert Ginmon nicht in spekulative Produkte wie Rohstoffe oder Währungen.

Natürlich ist es auf Grundlage dieser Anlagestrategie nicht möglich, exakte Renditevoraussagen zu machen, insbesondere wenn es um kürzere Perspektiven geht. Vor diesem Hintergrund müssen sich die Anleger natürlich auch auf zwischenzeitliche Rücksetzer an den Kapitalmärkten einstellen, so dass auch nicht mit einer absolut linearen Wertsteigerung gerechnet werden kann. Dagegen gilt die langfristig positive Entwicklung der Kapitalmärkte als wissenschaftlich unumstritten. Auf dieser Grundlage geht Ginmon von einer jährlichen Wertsteigerung von mehr als sechs Prozent aus. Damit wäre eine Anlage über Ginmon vielen anderen Anlagemöglichkeiten deutlich überlegen. Bei einem Anlagehorizont von 15 Jahren und einem Anlagebetrag von 10.000 Euro kann nach der Prognose von Ginmon mit einem Endbetrag von 21.300 Euro gerechnet werden, was mehr als einer Verdopplung entspricht. Darin sind die gebührenbedingten Abzüge bereits enthalten. Die Seite von Ginmon verfügt über einen eigenen Gebührenrechner, über den der Anleger entsprechende Anlageszenarien durchrechnen kann.

Drei Monate Gebührenfreiheit als Bonus

Der Markt für Vermögensverwaltung ist nach wie vor stark umkämpft. Gerade traditionelle Anbieter geraten dabei zunehmend ins Hintertreffen. Aus diesem Grund spielen auch nach wie vor Bonusangebote eine Rolle, mit deren Hilfe Anleger dazu motiviert werden sollen, sich für einen bestimmten Anbieter zu entscheiden. Grundsätzlich ist dagegen nichts einzuwenden, trotzdem sollten Anleger ihre Aufmerksamkeit stärker auf das eigentliche Angebot richten, welches sie bei einem bestimmten Anbieter erwartet. Im Falle von Ginmon haben unsere Erfahrungen gezeigt, dass es sich um ein ausgesprochen attraktives Angebot handelt. Vor diesem Hintergrund ist es auch absolut nicht als Nachteil zu werten, dass Ginmon derzeit keinen zusätzlichen Bonus in Form einer Prämie in Aussicht stellt, wenn Anleger sich dazu entschließen, ihr Geld hier zu investieren. Allerdings wird Neukunden die Gebühr in den ersten drei Monaten erlassen – auch dies kann als kleiner Bonus angesehen werden.

ginmon_rechnung

Hohe Sicherheit auch ohne Einlagensicherung

Ein enorm wichtiges Thema im Rahmen der Geldanlage ist und bleibt die Frage der Sicherheit. Dabei gibt es prinzipiell einen Zusammenhang, der praktisch für jede Geldanlage Gültigkeit besitzt. Dieser besagt, dass höhere Renditen nur mit einem Verzicht auf Sicherheit erreicht werden können. Daraus sollte allerdings nicht geschlussfolgert werden, dass es sich bei einer Geldanlage über Ginmon um eine unsichere Anlagemöglichkeit handelt. Zunächst sollten Anleger aber wissen, dass auf Instrumente wie eine gesetzliche Einlagensicherung prinzipiell nicht gezählt werden kann. Dies stellt aber insofern keinen direkten Nachteil dar, da die Gelder der Kunden in Kapitalmarktprodukte investiert werden. Der Anbieter Ginmon bevorzugt dabei sogenannte ETFs. Dabei handelt es sich um Indexfonds, bei denen Indizes wie etwa der DAX automatisch nachgebildet werden. Durch eine Verteilung des Geldes auf viele verschiedene solcher Fonds wird eine sehr breite Streuung erreicht.

Das Ausfallrisiko etwa durch die Insolvenz eines Unternehmens ist damit ausgeschlossen. Darüber hinaus investiert Ginmon ausschließlich in sogenannte physisch replizierende ETFs, was bedeutet, dass die entsprechenden Aktien und Anleihen durch die Fonds auch tatsächlich gekauft werden. Die Anlagestrategie von Ginmon beinhaltet aber auch, dass zwischenzeitliche Wertschwankungen niemals ausgeschlossen werden können. Und auch wenn der Anlagebetrag prinzipiell täglich verfügbar ist, können sich die Anleger nicht darauf verlassen, stets den vollen Anlagebetrag ausgezahlt zu bekommen, sondern nur den aktuellen Gegenwert der Anlage. Darüber hinaus arbeitet Ginmon mit der DAB Bank zusammen, die sämtliche Käufe und Verkäufe der Wertpapiere abwickelt. So ist das Geld auch durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt, solange es noch nicht am Kapitalmarkt investiert wurde. Und auch eine Insolvenz von Ginmon selber hätte keine negativen Auswirkungen auf das Geld des Anlegers, welcher immer Zugriff auf die Werte in seinem Depot hat.

Kontoeröffnung lässt sich unkompliziert erledigen

Einen Vorteil, den wir bereits mehrfach angesprochen haben, liegt in der einfachen Handhabung dieser Anlagemöglichkeit. Dies wird vor allem bei der Eröffnung deutlich. Hier ist kein umfangreiches Verkaufsgespräch mit viel Papier und Bürokratie notwendig, sondern ein Online Vorgang, der aus insgesamt vier einzelnen Schritten besteht und in weniger als zehn Minuten abgewickelt werden kann. Mit einem Klick auf die Schaltfläche „Geldanlage planen“ wird der Prozess gestartet. Zu Beginn wird der individuelle Anlagetyp bestimmt. Hierfür werden Alter, familiäre Situation und das persönliche Verhältnis zum Risiko aufgenommen. Im zweiten Schritt wird die Geldanlage konkret geplant, d.h., es werden Daten zur Laufzeit und zum Anlagebetrag erfasst, genauso wie der Wunsch nach Flexibilität bei der Verfügbarkeit. Im Anschluss ist es nun nur noch erforderlich, dass sich der Anleger persönlich registriert. Hier sind neben Name und Geburtsdatum auch Adresse und Kontaktdaten notwendig. Die gesetzlich vorgeschriebene Legitimierung kann dann entweder per Videoident oder auch per klassischem Postident durchgeführt werden.

ginmon_eroeffnung

Kundenservice leistet kompetente Unterstützung

Bei Ginmon handelt es sich um einen Direktanbieter mit Sitz in Frankfurt am Main. Das Geschäft wird aber im Stile eines Direktanbieters über das Internet betrieben. Kundeninformation und Beratung werden also ausschließlich online abgewickelt. Dabei haben die Anleger durchaus die Möglichkeit, sich bei Bedarf auch direkt an einen Mitarbeiter von Ginmon zu wenden. Neben einer Hotline, die zum Festnetztarif angerufen werden kann, besteht auch die Möglichkeit, eine Email zu schreiben. Die Serviceabteilung ist in der Zeit zwischen 9 Uhr und 19 Uhr besetzt und antwortet nach unseren Erfahrungen sehr zügig und kompetent auf Anfragen.

Vor- und Nachteile von Ginmon

Vorteile

  • Individuelle Anlagestrategie
  • Kurzer Anmeldungsprozess
  • Attraktives und transparentes Kostenmodell
  • Hohe Renditeerwartung

Nachteile

  • Keine Einlagensicherung

Nach unseren Ginmon Erfahrungen bietet diese Möglichkeit vor allem Vorteile für den Anleger. Das Fehlen einer Einlagensicherung wird durch eine breite Streuung ausreichend kompensiert.

Fazit – Automatisch zur optimalen Anlagestrategie mit Ginmon

Mit Ginmon haben wir einen automatischen Anlageberater getestet, bei dem die Kunden eine fähige Alternative zu gängigen Konzepten finden. Der klare Vorteil liegt vor allem in der Ersparnis von Zeit und Gebühren. In wenigen Schritten kann eine Anlagestrategie konzipiert werden, bei der alle individuellen Wünsche und Ansprüche berücksichtigt werden. Bei Nachfragen steht zudem ein kundiger Service zur Verfügung.