Forex Einzahlungsmöglichkeiten: Banküberweisung, Kreditkarte oder eWallet?

von A.Schwankowksi 2017

Möchte man dem Forex Trading erfolgreich nachgehen, muss man früher oder später auch eine Einzahlung vornehmen. Hierfür stellen die meisten Broker ihren Kunden gleich mehrere verschiedene Forex Einzahlungsmöglichkeiten zur Verfügung: Angefangen bei der altbewährten Banküberweisung über die Kreditkarte bis hin zu neuartigen Online-Bezahldiensten wie PayPal, Skrill oder Neteller ist die Auswahl an beliebten Transaktionsmethoden mittlerweile besonders groß. Wir verraten Ihnen deshalb, welche Vor- und Nachteile die einzelnen Forex Einzahlungsmöglichkeiten mitbringen und worauf Sie bei Ihrer Einzahlung ansonsten unbedingt achten sollten.

Forex Einzahlungsmöglichkeiten: Infos im Überblick

  • Die Banküberweisung ist am verbreitetsten, nimmt aber viel Zeit in Anspruch
  • Die Kreditkarte ermöglichst schnelle Transaktionen, geht jedoch mit hohen Gebühren einher
  • Auch Einzahlungen per eWallet gehen schnell vonstatten – und zudem sogar meist kostenfrei
  • Vor der Einzahlung sollte man die Höhe der Mindesteinlage überprüfen
  • Auch über eventuell anfallende Gebühren sollte man sich informieren

Vorteile & Nachteile: Forex Einzahlungsmöglichkeiten unter der Lupe

Bei den meisten Online Brokern können die Kunden zwischen verschiedenen Forex Einzahlungsmöglichkeiten wählen. Jeder Broker legt dabei selbst fest, welche Transaktionsmethoden er seinen Kunden für Ein- und Auszahlungen zur Verfügung stellen möchte – das bedeutet, dass beispielsweise der Online-Bezahldienst PayPal nicht grundsätzlich bei jedem Broker verfügbar ist. Wir haben die beliebtesten Forex Einzahlungsmöglichkeiten unter die Lupe genommen und verraten Ihnen hier, durch welche Stärken und Schwächen sie sich auszeichnen.

Banküberweisung: Günstig und sicher – aber langsam

Die Banküberweisung gehört zu den am weitesten verbreiteten Forex Einzahlungsmöglichkeiten – und das nicht ohne Grund: Fast Jedermann weiß, wie eine Banküberweisung funktioniert, sie ist in der Regel gebührenfrei möglich und zeichnet sich dabei durch ein besonders hohes Maß an Sicherheit aus. Darüber hinaus sind Transaktionen per Banküberweisung in der Regel nicht begrenzt und auch Auszahlungen sind grundsätzlich auch per Banküberweisung immer möglich. Allerdings hat die Banküberweisung einen sehr großen Nachteil: Ein- und Auszahlungen nehmen in den meisten Fällen zwischen 3 und 5 Werktage in Anspruch, bevor sie auf dem richtigen Konto eingehen.

Kreditkarten: Sicher und schnell – aber teuer

Auch die Kreditkarte gehört zu den Forex Einzahlungsmöglichkeiten, die sehr weit verbreitet sind. In vielen deutschen Haushalten sind Kreditkarten zu finden und entsprechend viele Personen nutzen ihre Kreditkarte auch für schnelle und einfache Einzahlungen auf ihr Forex-Handelskonto. Zu den Vorteilen gehört dabei, dass Transaktionen innerhalb weniger Minuten abgeschlossen sind und der Kunde sein Geld daraufhin gleich für den Handel nutzen kann. Obwohl Kreditkarten nach wie vor einige Sicherheitslücken bergen können, werden diese Schwächen in der Regel direkt ausgemerzt, wodurch es sich bei der Kreditkarte um ein vergleichsweise sicheres Transaktionsmittel handelt. Allerdings geht auch die Kreditkarte mit Nachteilen einher: Transaktionen mit dem Plastikgeld gehen häufig mit hohen Gebühren einher und auch eine Auszahlung auf eine Kreditkarte ist nur in den wenigsten Fällen möglich.

Online-Bezahldienste: Schnell und günstig – aber unsicher

Zu den Online-Bezahldiensten, die häufig auch als eWallets bezeichnet werden, gehören beispielsweise PayPal, Skrill, Neteller oder die Sofort-Überweisung. Diese Dienste ermöglichen Bezahlungen online – ganz einfach von zu Hause aus ohne viel Aufwand. Der Kunde eröffnet hierfür ein Konto beim jeweiligen Bezahldienst – dieses Konto kann er daraufhin entweder mit seinem Bankkonto verbinden oder er zahlt stattdessen regelmäßig Geld auf das Online-Bezahlkonto ein.

Online-Bezahldienste gehören bislang zu den eher wenig verbreiteten Forex Einzahlungsmöglichkeiten. Entsprechend gering ist das Vertrauen der Trader in die Bezahldienste – wenngleich diese sich etwa auf dem Sicherheitsniveau von Kreditkarten befinden. Die Vorteile sprechen allerdings für die Online-Bezahlmethoden: Transaktionen per Skrill, Neteller und Co. gehen schnell und in den meisten Fällen auch gebührenfrei vonstatten – allerdings sind die Transaktionsbeträge meist auf wenige Hundert Euro begrenzt. Auch eine Auszahlung ist nicht bei jedem Forex Broker über Online-Bezahldienste möglich.

Forex Einzahlungsmöglichkeiten

PayPal gehört zu den beliebtesten Online-Bezahldiensten

Wie funktioniert die Einzahlung?

Der genaue Einzahlungsprozess unterscheidet sich von Broker zu Broker – allerdings gibt es trotzdem einige Parallelen, in welchen sich die Einzahlung auf ein Forex-Handelskonto gleicht. Wir möchten Ihnen deshalb einen kurzen Leitfaden an die Hand geben, der Sie durch den Einzahlungsprozess führen soll.

  1. Loggen Sie sich ein
    Im ersten Schritt müssen Sie sich in ihr Benutzerkonto auf der Webseite des Brokers einloggen. Nutzen Sie hierfür die E-Mail-Adresse und das Passwort, das Sie bei der Registrierung angegeben haben. Begeben Sie sich daraufhin in den Einzahlungsbereich, der meist unter „Einzahlung“, „Deposit“ oder „Kasse“ zu finden ist.
  2. Entscheiden Sie sich für eine Methode
    Entscheiden Sie sich im zweiten Schritt für eine Einzahlungsmethode. Im Idealfall haben Sie sich bereits im Vorfeld über die Gebühren, Limits und die Ausführungsdauer der verschiedenen verfügbaren Zahlungsmethoden informiert und auf Basis dieser Angaben eine Entscheidung gefällt.
  3. Geben Sie an, wie viel Geld Sie einzahlen möchten
    Vom Auswahlbildschirm aus gelangen Sie in der Regel zum Einzahlungsformular. Geben Sie hier an, wie viel Geld Sie auf Ihr Konto einzahlen möchten. Beachten Sie dabei die Höhe der Mindesteinzahlung und der Limits, die für die verschiedenen Transaktionsmethoden festgelegt werden.
  4. Geben Sie Ihre Informationen ein
    Abhängig davon, für welche der verfügbaren Forex Einzahlungsmöglichkeiten Sie sich entschieden haben, müssen Sie nun die entsprechenden Informationen angeben. Bei einer Einzahlung per Kreditkarte wären dies die Kreditkartennummer und die wichtigsten Kreditkarteninformationen. Bei einer Einzahlung per Online-Bezahldienst werden Sie stattdessen zum Bezahldienst selbst weitergeleitet, wo sie sich mit den dazugehörigen Zugangsdaten anmelden und die Einzahlung autorisieren. Bei einer Einzahlung per Banküberweisung speichern Sie stattdessen die Bankinformationen des Brokers oder drucken diese aus, um Ihre Einzahlung per Online Banking oder von der nächsten Bankfiliale aus vorzunehmen.
  5. Prüfen Sie den Einzahlungsprozess
    Ist die eigentliche Einzahlung abgeschlossen und haben Sie alle nötigen Informationen angegeben, müssen Sie nur noch prüfen, ob Ihr Geld auch auf dem Handelskonto eingegangen ist. Bei einer Einzahlung per Kreditkarte oder Online-Bezahldienst ist dies entweder sofort oder innerhalb weniger Minuten der Fall, während Transaktionen per Banküberweisung mehrere Tage in Anspruch nehmen. Dauert die Einzahlung länger als erwartet oder stoßen Sie während des Transaktionsprozesses auf Probleme, finden Sie die Antworten darauf entweder in den FAQ oder auf Nachfrage beim Kundensupport.

Die 3 wichtigsten Schritte vor der Einzahlung

Bevor man eine Einzahlung auf das Handelskonto bei einem Online Broker vornimmt, sollte man einige Vorbereitungen treffen – innerhalb zahlt man in der Regel nicht wenig Geld ein, das man darüber hinaus nicht leichtfertig verlieren möchte. Wir verraten Ihnen deshalb die drei wichtigsten Schritte, die sie vor der ersten Einzahlung durchlaufen sollten.

  1. Weiterbildung

Im ersten Schritt sollten Sie feststellen, ob der Forex-Handel die richtige Wahl für Sie ist oder ob Sie stattdessen lieber CFDs oder Binäre Optionen handeln sollten – oder ob Sie womöglich besser komplett die Finger vom Börsenhandel weglassen sollten. Informieren Sie sich deshalb im Vorfeld über das Trading, indem Sie sich Fachlektüre und Informationsmaterialien aus dem World Wide Web zunutze machen. Auch die Bildungsangebote der Broker können dabei helfen, mehr über den Forex-Handel zu erfahren.

  1. Demokonto

Bevor Sie schließlich zum Handel im Live-Konto mit Echtgeld übergehen, sollten Sie zunächst einmal praktische Erfahrungen im Demokonto sammeln. Fast jeder Online Broker stellt seinen Kunden hierfür mittlerweile in kostenfreies und unverbindliches Handelskonto mit virtuellem Kapital zur Verfügung. Im Idealfall ist dieses Demokonto zudem zeitlich unbegrenzt verfügbar, was gerade für Einsteiger und Fortgeschrittene von Nutzen ist.

  1. Einzahlungsmethoden

Wenn Sie ausreichend Erfahrung mit dem Börsenhandel gesammelt haben und wenn Sie sich daraufhin auch für den richtigen Broker entschieden haben, dann können Sie sich mit den verfügbaren Forex Einzahlungsmöglichkeiten auseinandersetzen. Entscheiden Sie sich für die Transaktionsmöglichkeit, die Ihren persönlichen Anforderungen entspricht und mit der Sie sich am sichersten fühlen.

Im Vorfeld müssen Trader die Forex Einzahlungsmöglichkeiten kennenlernen

Im Vorfeld müssen Trader die Forex Einzahlungsmöglichkeiten kennenlernen

Was muss man bei der Auszahlung beachten?

Früher oder später möchte man auch eine Auszahlung vom Forex-Handelskonto beantragen – meist entweder, um das übrige Geld vor Verlusten zu schützen oder um sich von den erzielten Gewinnen etwas Schönes zu leisten. Bevor man seine erste Auszahlung beantragt, muss man allerdings einiges beachten, um Zeit und Geld zu sparen.

So ist es vor der ersten Auszahlung beispielsweise nötig, die Verifizierung zu durchlaufen. Bei manchen Brokern geht diese durch die Zusendung eines Identitätsnachweises, bei dem es sich beispielsweise um einen Personalausweis handelt, und eines Wohnsitznachweises wie einer aktuellen Verbraucherrechnung vonstatten – bei anderen Brokern kann man die Verifizierung stattdessen mithilfe des PostIdent-Verfahrens oder auch per Video Chat vornehmen.

Darüber hinaus müssen Trader beachten, dass die Forex Einzahlungsmöglichkeiten nicht automatisch auch als Auszahlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen müssen. So ist es beispielsweise häufig der Fall, dass Trader ihre Einzahlung per Kreditkarte oder Online-Bezahldienst vornehmen können, während Auszahlungen hingegen ausschließlich per Banküberweisung möglich sind. Noch häufiger müssen Trader darüber hinaus die Voraussetzung beachten, dass Auszahlungen nur über dieselbe Transaktionsmethode vonstattengehen können, die auch für die Einzahlung gewählt wurde. Hat man beispielsweise eine Einzahlung per PayPal vorgenommen, kann man daraufhin auch ausschließlich das dafür verwendete PayPal-Konto für Auszahlungen nutzen.

Bei FXCM sind Einzahlungen nur per Kreditkarte oder Banküberweisung möglich

Bei FXCM sind Einzahlungen nur per Kreditkarte oder Banküberweisung möglich

Alternativ oder auch begleitend dazu ist es möglich, dass die Kunden nur den gleichen Betrag über die jeweilige Transaktionsmethode abheben können, die auch für die Einzahlung genutzt wurde. Zahlt man beispielsweise 500 Euro per Kreditkarte auf das Handelskonto bei einem Online Broker ein, kann man sich daraufhin auch nur 500 Euro per Kreditkarte auszahlen lassen. Für das übrige Geld (sofern welches vorhanden ist) muss man daraufhin entweder einen erneuten Auszahlungsantrag ausfüllen und/oder eine andere Transaktionsmethode auswählen.

Beachten Sie schließlich auch die Auszahlungslimits: Manche Broker setzen allgemeine Begrenzungen für Auszahlungen von Kunden. Diese sind meist von der gewählten Transaktionsmethode abhängig: Während Auszahlungen per Banküberweisung meist unbegrenzt möglich sind, sind Auszahlungen per Kreditkarte oder eWallet aus Sicherheitsgründen häufig auf einen bestimmten Betrag beschränkt.

 
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