Quellensteuer bei Festgeld im Ausland beachten

von A.Schwankowksi 2017

Die Geldanlage als Festgeld im Ausland ist in den allermeisten Fällen sicher und bietet für Sie ein großes Potential. Anders als bei vielen deutschen Banken, werden im EU-Ausland hohe Zinsen gezahlt und Sie können zudem auch von der Seriosität und einer Einlagensicherung profitieren. Durch die hohen Zinsen bei vergleichsweise geringen Laufzeiten haben Sie das Potential, hohe Gewinne beim Festgeld zu erreichen und das Maximum aus Ihrem Festgeld herauszuholen. Es gibt bei der Geldanlage als Festgeld im Ausland aber auch einige Aspekte für Sie als Anleger zu beachten und relevante Details, die es zu beachten gilt.

Neben der Sicherheit an sich, auf die Sie achten sollten, ist auch die Quellensteuer ein wichtiger Faktor, der für Sie bei der Geldanlage im Ausland von Bedeutung ist. Die Quellensteuer hängt vom Mitgliedsstaat ab und muss auf Zinserträge gezahlt werden, die im Ausland erzielt werden. Das ist auf den ersten Blick natürlich ärgerlich, hat aber am Ende tatsächlich einen Sinn. Auch wenn das bedeutet, dass Sie als Anleger von den Zinserträgen beim Festgeld letztlich einige Prozent weniger behalten dürfen und den Rest an den Staat abführen müssen. Im Folgenden finden Sie diverse Details rund um die Quellensteuer und erfahren, wie diese eingezogen wird und worum es sich dabei überhaupt handelt.

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Was ist die Quellensteuer überhaupt?

Es handelt sich bei der Quellensteuer um eine Abzugssteuer, die direkt an der Quelle einbehalten und abgeführt wird. Das bedeutet: Die Quellensteuer auf Zinserträge beim Festgeld im Ausland wird direkt von der Bank im Ausland einbehalten und von dort aus an das Finanzamt abgeführt. Als Anleger haben Sie damit also nichts mehr zu tun und brauchen sich nicht eigenständig um die Versteuerung kümmern. Das erleichtert natürlich vieles und sorgt dafür, dass Sie trotzdem einfach und zuverlässig Ihr Geld im Ausland als Festgeld anlegen können. Dennoch sollten Sie die Quellensteuer auf die Zinserträge letztlich immer im Fokus haben.

Außerdem ist für Sie zu beachten, dass ein Freistellungsauftrag bei Banken im Ausland vielfach nicht möglich ist. Somit können Sie nicht dafür sorgen, dass die Erträge vom Zins aus dem Ausland steuerfrei behandelt werden, wie es zum Beispiel bei Sparanlagen innerhalb Deutschlands möglich ist. Somit haben Sie in der Regel keine andere Wahl, als die Quellensteuer in Kauf zu nehmen. Zusätzlich kommt es aber auch noch auf die Abgeltungssteuer an, die direkt in Deutschland für Sie anfällt. Kommt es dabei zu einer Doppelbelastung, sodass Sie am Ende kaum noch profitieren? Hier finden Sie die Infos:

Sorgt die Quellensteuer mit der Abgeltungssteuer für eine Doppelbelastung?

Innerhalb Deutschlands wird die Abgeltungssteuer fällig. Legen Sie Ihr Kapital im Ausland an, müssen Sie diese in der Regel eigenständig an Ihr Finanzamt abführen. Wird allerdings schon die Quellensteuer im Ursprungsland gezahlt, kommt es auf den ersten Blick zu einer Doppelbelastung, welche sich letztlich für die Sparer kaum mehr rechnen würde. Aus diesem Grund gibt es zahlreiche Abkommen mit anderen Staaten im Bezug auf die Quellen- und Abgeltungssteuer. Dabei handelt es sich um Doppelbesteuerungsabkommen, die dafür sorgen sollen, dass Sie nicht zu viele Steuern zahlen müssen. In der Regel sind 15 Prozent der bereits bezahlten Quellensteuer anrechenbar.

Allerdings sollten Sie bei der Entscheidung für einen Anbieter am Ende auch darauf achten, ob es ein Doppelbesteuerungsabkommen gibt und falls ja, in welcher Höhe die bereits gezahlte Quellensteuer angerechnet wird. Zwischen null und 15 Prozent sind dies meistens, wobei es viele Staaten gibt, in denen Ihnen die gezahlte Quellensteuer gar nicht angerechnet wird. In diesem Fall kommt es dann tatsächlich zu einer Doppelbelastung durch eine doppelte Besteuerung, wodurch von den erzielten Zinserträgen letzten Endes nicht mehr allzu viel übrig bleibt. Eine Festgeldanlage im Ausland kann auf diese Weise tatsächlich ihren Reiz verlieren, auch wenn sich dennoch meist noch viel Attraktivität für Sie bietet.

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Umgehen der Quellensteuer ist schwierig

Legt man Geld als Festgeld im Ausland an, kommt man vielleicht auf die Idee, die anfallende Quellensteuer in irgendeiner Form zu umgehen. Möglich ist dies nur bedingt und auf einem komplizierten Weg. Es ist dazu erforderlich, die Zinserträge in Deutschland im Rahmen der Einkommenssteuererklärung anzugeben, sodass die Quellensteuer im Ausland nicht erhoben wird. So erklärt es das deutsche Bundeszentralamt für Steuern auf der eigenen Webseite. Vor allem für Einsteiger ist diese Option aber in vielen Fällen nicht allzu leicht umsetzbar und einen deutlichen Vorteil hat man dabei vielfach ebenfalls nicht.

Es ist hierzu auch notwendig, im entsprechenden Land der Geldanlage einen Antrag auf Befreiung von der Quellensteuer zu stellen, damit diese nicht abgeführt wird, sondern eine Besteuerung in Deutschland stattfindet. Der hierzu notwendige Aufwand ist meist nur dann lukrativ, wenn es sich um einen sehr hohen Zinsertrag handelt oder wenn man sich im Bereich Steuern gut auskennt. In der Regel empfiehlt es sich aber, die Quellensteuer einfach hinzunehmen und sich ein Land auszusuchen, welches eine entsprechende Regelung für die Doppelbesteuerung mit Deutschland geschlossen hat, sodass die Abgeltungssteuer hierbei verrechnet und angerechnet werden kann.

Hohe Zinsen locken beim Festgeld im Ausland

Bei einer Geldanlage im Ausland als Festgeld locken vielfach die hohen Zinsen, die dort von den vielen Banken gewährt werden. Die Zinsen liegen hier teilweise auf einem deutlich höheren Niveau und bieten sich daher für eine lukrative Geldanlage auf jeden Fall an. Sie haben hier die Möglichkeit, Zinsen von bis zu 2,50 Prozent zu erhalten, was sich bei einem entsprechenden Anlagebetrag natürlich rechnen kann. Das große Potential zeigt auch, warum sich die Kunden auf die internationalen Angebote stürzen und ihr Geld vermehrt dort anlegen. Dazu kommt, dass die Geldanlage im Ausland in aller Regel auch kein höheres Risiko für die Anleger bedeutet.

Im Gegenteil: Meist bietet die Festgeldanlage im Ausland noch weitere Vorteile. Denn anders als in Deutschland können Sie hier Ihr Geld auch während der Laufzeit in vielen Fällen abrufen und somit eine vorzeitige Kündigung nutzen, die mehr Flexibilität bietet. Diese Option haben Sie in Deutschland meist nur beim Tagesgeld, wobei es hier gar keine Kündigungsfristen gibt. Im Ausland können Sie stattdessen vielfach auch die bisher verdienten Zinsen erhalten, wenn Sie Ihre Geldanlage verfrüht auflösen. Auch diese Möglichkeit wollen sich viele Anleger nicht entgehen lassen, da hierdurch ein größerer Komfort als in Deutschland geboten wird.

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Auf einen Blick: Das bietet die Quellensteuer

Die Quellensteuer wird also bei der Geldanlage als Festgeld im Ausland erhoben und direkt im Land der Anlage eingezogen. Zusammen mit der Abgeltungssteuer in Deutschland kommt es dabei in bestimmten Fällen zu einer Doppelbelastung für die Anleger. Es gibt aber vielfach entsprechende Abkommen, die zu Ihren Gunsten eine Anrechnung der gezahlten Quellensteuer ermöglichen. Die Quellensteuer fällt auf alle Erträge aus Zinsen an, wodurch Ihre Zinsen geringer ausfallen. Bei einer Entscheidung für die Festgeldanlage im Ausland sollten Sie dies also auf jeden Fall beachten, da es ein wichtiger Faktor für die Höhe der Rendite sein kann.

Fazit: Die Quellensteuer sollte von Ihnen definitiv beachtet werden

Ein Festgeldkonto im Ausland ist in aller Regel keine schlechte Idee und bietet für Ihre Geldanlage im Normalfall ein großes Potential. Hohe Zinsen und viele Vorteile sind hier zu nennen und eine Kontoeröffnung ist über Anlageportale auch aus Deutschland in vielen Fällen ohne Probleme möglich. Dabei sollten Sie die Quellensteuer allerdings im Hinterkopf behalten, da diese die Rendite am Ende zu einem Teil schmälert. Sie wird dabei direkt im Anlageland abgezogen und abgeführt, sodass Sie sich nicht selber darum kümmern müssen. Eine größere Relevanz hat die Quellensteuer in Höhe von zehn Prozent dennoch für Sie.

Denn zusätzlich fällt dann in Deutschland auf die Kapitalerträge – dazu zählen Zinsen – auch noch die Abgeltungssteuer an, die Ihre Zinsen weiterhin schmälert. Steuerabkommen sorgen zwar dafür, dass Sie nicht die volle Abgeltungssteuer zahlen müssen, aber dennoch wird noch einmal ein Teil der Zinserträge abgezogen und entsprechend an das Finanzamt abgeführt. Für Sie als Anleger ist das ärgerlich, allerdings kaum zu ändern. Ausnahmen zur Besteuerung gibt es nur selten, es muss hierfür zudem auch ein Antrag gestellt werden. Dieser Aufwand rechnet sich in vielen Fällen jedoch nur bedingt.

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Bei diesen Banken können Sie sinnvoll in Festgeld investieren

Am Markt stehen für Sie zahlreiche Anbieter bereit, bei denen Sie Ihr Geld sicher und gewinnbringend als Festgeld anlegen können. Dazu zählen auch Anbieter aus dem Ausland, bei denen Sie vielfach hohe Zinsen erhalten können. Diese Anbieter sind für Sie lukrativ, allerdings sind diese nur beispielhaft zu verstehen: Bei den Close Brothers aus England haben Sie beispielsweise einen hohen Zins zu erwarten und dabei ist Ihr Kapital durch eine Einlagensicherung auch noch gut geschützt. Die Geldanlage ist hier simpel möglich und bietet für Sie und Ihr Kapital optimale Bedingungen.

Aber auch in anderen Situationen kann die Festgeldanlage gewinnbringend und attraktiv sein. Denn auch bei der Novo Banco gibt es für Sie eine attraktive Verzinsung und viel Sicherheit bei der Geldanlage. Somit macht es kaum einen Unterschied, ob Sie Ihr Geld im Ausland oder in Deutschland als Festgeld anlegen. Möchten Sie dennoch eine andere Bank in Anspruch nehmen, bietet die Ferratum Bank eine interessante Verzinsung und auch sonst sehr viel Komfort für Ihre Kapitalanlage. Die Quellensteuer fällt in diesem Fall aber auch an, was kein Nachteil für Sie sein muss. Insgesamt bieten sich somit viele Banken für eine Festgeldanlage an und Sie haben bei diesen viele Optionen und können mehr aus Ihrem Geld machen.