Cronbank Festgeldkonto im Test: Erfahrungen & Testbericht

von A.Schwankowksi 2017

Die Cronbank hat als deutsche Direktbank eine höchst interessante Geschichte hinter sich und wurde ursprünglich als Spezialbank für den Möbel- und Küchenfachhandel gegründet. Heutzutage allerdings ist das Portfolio deutlich umfangreicher, die schlanken Strukturen sind laut Aussage der Bank aber erhalten geblieben. Das wirkt sich in vielen Fällen natürlich auch auf das Angebot aus, denn bei geringen eigenen Kosten können bessere Konditionen für Anleger garantiert werden.

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Deutlich wird das zum Beispiel beim Cronbank Festgeld, denn hier werden flexible Anlagemöglichkeiten mit einem Zinssatz von bis zu 1,80 Prozent p.a. geboten (Stand: August 2016). Das klingt beinahe rekordverdächtig und wurde von uns daher einmal gründlich überprüft. Gleichzeitig haben wir uns dabei auch den Kundensupport, die Kontoführung und die Einlagensicherung genauer angesehen.

Cronbank Festgeld: Alle wichtigen Infos auf einen Blick

Um die vielen detaillierten Informationen der nachfolgenden Erfahrungen bereist zu Beginn einmal bündig zu präsentieren, haben wir die wichtigsten Aspekte rund um das Cronbank Festgeld nachfolgend einmal aufgelistet:

  • 14 Festgeldkonten mit Laufzeiten zwischen einem Monat und zehn Jahren
  • In der Spitze Zinssatz von 1,80 Prozent p.a. (Stand: August 2016)
  • Mindestanlage liegt bei nur einem Euro
  • Bis zu 1.000.000 Euro als Anlage möglich
  • Auszahlungsintervall der Zinsen von Anlagedauer abhängig
  • Keine Kosten oder Gebühren
  • Gesetzliche und freiwillige Einlagensicherung nach deutschem Standard

Die Konditionen für das Festgeld der Cronbank

Generell stellt die Cronbank ihren Anlegern ein enorm breites Portfolio für die Festgeldanlage zur Verfügung. Insgesamt werden 14 verschiedene Festgeldkonten angeboten, die jeweils mit einer eigenen Laufzeit zwischen einem Monat und zehn Jahren ausgestattet sind. Somit kann hier jeder Kunde ganz individuell festlegen, welche Anlagedauer er bevorzugt. Selbstverständlich gelten dabei leicht veränderte Konditionen, so dass sich Kunden durch eine längere Anlage natürlich auch über eine höhere Rendite freuen. Wird das Festgeld zum Beispiel für einen Monat angelegt, wartet ein Zinssatz von 0,05 Prozent p.a. Bei einer Anlagedauer von drei Monaten wird ein Zinssatz von 0,10 Prozent geboten, bei sechs Monaten sind es schon 0,25 Prozent.

Deutlich rentabler wird es für die Kunden aber bei den längerfristigen Anlagen von einem Jahr oder mehr. Wird das Festgeld für zwölf Monate angelegt, liegt der Zinssatz bei 0,50 Prozent. Liegt die Anlagedauer aber beispielsweise bei drei Jahren, kann der Zinssatz schon verdoppelt werden und liegt dann dementsprechend bei 1,00 Prozent. Maximal liegt die Anlagedauer für das Cronbank Festgeld bei zehn Jahren, wobei dann mit einem fixen Zinssatz von 1,80 Prozent gerechnet werden kann. Das ist schon ein sehr beachtlicher Wert, der im Vergleich zum Beispiel die Angebote der CreditPlus Bank oder der Targobank in den Schatten stellen kann.

Wichtig ist für die Anleger aber, dass hier grundsätzlich deutlich zwischen den kurzfristigen und langfristigen Anlagen unterschieden wird. Der Anlagebetrag kann zwar in allen Fällen zwischen einem Euro und 1.000.000 Euro betragen, allerdings gibt es zum Beispiel Unterschiede beim Zinsauszahlungsrhythmus. Bei Anlagen bis zu einem Jahr wird nur am Ende der Laufzeit verzinst. Wird das Festgeld hingegen für zwölf Monate oder länger angelegt, profitieren die Kunden durch die monatliche Verzinsung von einem Zinseszins-Effekt. Gleichzeitig ist zu beachten, dass die Festgeldanlagen mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten automatisch verlängert werden, wenn der Auflösungsauftrag nicht rechtzeitig eingereicht wird. Bei Festgeldanlagen von zwölf Monaten oder länger findet diese automatische Verlängerung nicht statt.

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Kein zusätzlicher Bonus für das Festgeld

Bei einem derart attraktiven Zinssatz über die maximale Anlagedauer von zehn Jahren ist es natürlich nicht wirklich überraschend, dass bei der Cronbank kein zusätzliches Bonusangebot offeriert wird. Da aber ohnehin nur die wenigsten Bonusangebote der Banken wirklich vielversprechend sind, kann über dieses Fehlen hinweggesehen werden. Stattdessen spricht es in gewisser Weise auch für die Bank, die ihre eigenen Konditionen als stark genug einschätzt, um die Anleger von sich begeistern zu können. Entscheidend sollte bei der Wahl des passenden Festgeldangebots ohnehin immer das „Gesamtpaket“ sein. Eine zu hohe Bonussumme ist zwar tendenziell etwas Schönes, sollte aber immer gründlich hinterfragt werden.

Die Einlagen sind immer in besten Händen

Als deutsche Bank unterliegt die Cronbank natürlich vollständig den gesetzlichen Regelungen und Bestimmungen der Bundesrepublik. Hierzu gehört rund um das Thema Anlegersicherheit in erster Linie die gesetzliche Einlagensicherung, durch welche die Kunden bei einer finanziellen Schieflage der Bank geschützt werden. Sollte es zum Beispiel zu einer Zahlungsunfähigkeit kommen, sind die Anlagen der Kunden bis zu einer Summe von 100.000 Euro gesetzlich geschützt.

Darüber hinaus ist die Cronbank aber zusätzlich auch noch Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken, durch welchen die Bank mit 20 Prozent des maßgeblich haftenden Eigenkapitals für ihre Kunden bürgt. Das bedeutet aktuell, dass die Einlagen jedes Kunden bis zu einer Summe von 6,60 Millionen Euro abgesichert sind (Stand: August 2016). Insofern dürften alle Anleger hier mit bestem Gewissen ans Werk gehen, da auch über die gesetzlichen Anforderungen hinaus noch eine weitere Absicherung geboten wird.

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Eröffnung: Einfach und schnell zur eigenen Festgeldanlage

Nach unseren Erfahrungen kann die Kontoeröffnung für das Festgeldkonto problemlos und einfach erledigt werden. Direkt auf der Webseite der Bank stehen nicht nur alle Informationen zur Verfügung, sondern auch das Registrierungsformular. In diesem werden alle wichtigen Daten erfasst, zu denen zum Beispiel die Höhe der Anlage oder die Daten des Kunden gehören. Sobald hier alle Angaben vollständig und korrekt gemacht wurden, kann das Formular an die Bank übermittelt werden.

Anschließend werden von der Cronbank alle Formulare für die Kontoeröffnung zur Einsicht und Unterschrift an den Kunden übermittelt. Wurden die Formulare unterschrieben, können sie per Post an die Bank gesendet werden, die daraufhin das Festgeldkonto eröffnet. Wichtig ist hierbei zu beachten, dass sich die Kunden zum Beispiel über das PostIdent-Verfahren legitimieren müssen. Wer bereits Kunde bei der Cronbank ist, der benötigt für die Eröffnung eines Festgeldkontos lediglich seine Online-Banking-PIN und eine dazugehörige TAN.

Bequemer und hilfreicher Kontakt zum Kundenservice

Wer Fragen zum Festgeld oder anderen Produkten der Cronbank hat, der kann sich immer an den Kundenservice der Bank wenden. Dieser ist per telefonischer Hotline oder E-Mail-Adresse erreichbar und kann somit immer gut in Anspruch genommen werden. Zusätzlich hat sich das Institut zu einer sehr sinnigen Alternative entschlossen und einen Rückruf-Service ins Leben gerufen. Hierfür wird einfach eine kleine „Notiz“ an die Bank hinterlassen, die sich daraufhin dann telefonisch beim Kunden meldet. Äußerst praktisch, denn so richten sich die Mitarbeiter immer nach den Erreichbarkeitszeiten der Anleger. Dank der kompetenten und Hilfsbereiten Angestellten sind etwaige Probleme oder Fragen dann in der Regel auch nach kürzester Zeit geklärt.

Kontoführung mittels Online-Banking

Gemeinsam mit der Eröffnung des Festgeldkontos wird jedem Kunden ein eigener Zugang zum Online-Banking erstellt. Das ist enorm bequem, denn so können alle Transaktionen und Details immer ganz bequem vom heimischen Computer aus abgerufen werden. Generell müssen die Sparer bei der Kontoführung also auf keine wichtigen Punkte achten, da hier mittels Online-Banking alles ganz einfach und leicht gesteuert wird. Wichtig ist einzig und allein zu beachten, dass die Festgeldanlagen mit einer Laufzeit von weniger als zwölf Monaten vor Ablauf des Anlagezeitraums aufgelöst werden müssen. Andererseits verlängert sich die Anlagedauer noch einmal um den zuvor geltenden Zeitraum. Wer seine Anlage also verlängern möchte, muss hierfür nichts weiter tun, sondern kann das Geld einfach in Ruhe für sich arbeiten lassen.

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Das bietet die Cronbank noch

Unterteilt wird das Portfolio der Cronbank in das Angebot für Privatkunden und einen Bereich für die Geschäftskunden. Beim Privatkunden-Banking stehen natürlich vor allem die Sparanlagen im Rampenlicht, ebenso bietet das Geldhaus aber auch Finanzierungen oder Kredite an. Abgerundet wird das Produktportfolio für die Privatkunden zudem durch verschiedene Versicherungen und einem breiten Angebot für die Altersvorsorge. Hierzu zählen zum Beispiel eine Lebensversicherung, Riester- und Rürup-Rentenversicherung oder die private Rentenversicherung. Für die Firmenkunden wird wiederum eine flächendeckende Betreuung geboten, die sich mit dem Zahlungsverkehr, der Geldanlage, Finanzierungen, Versicherungen und Vorsorgen beschäftigt. Darüber hinaus unterstützt die Cronbank auch Firmengründer oder hilft Inhabern, die Nachfolge zu regeln.

Alle Vor- und Nachteile der Cronbank auf einen Blick

Vorteile

  • 14 verschiedene Festgeldkonten mit bis zu zehn Jahren Laufzeit
  • maximaler Zinssatz von 1,80 Prozent p.a.
  • keine Kontoführungsgebühren oder Kosten
  • Gesetzliche und freiwillige Einlagensicherung

Nachteile

  • Keine monatliche Verzinsung bei Anlagen mit Laufzeit unter einem Jahr

Fazit: Optimal für Langzeitsparer

Das Festgeld der Cronbank bietet generell eine äußerst flexible Möglichkeit der Geldanlage. Die Sparer können zwischen 14 verschiedenen Festgeldkonten wählen und genießen so hinsichtlich der Anlagezeiträume größte Freiheiten. Besonders lohnenswert gestaltet sich das Angebot dabei für die Langzeitsparer mit einer Anlagedauer von mehr als zehn Jahren. In diesem Fall werden starke 1,80 Prozent p.a Zinsen gezahlt, was sich im Vergleich mit der Konkurrenz mehr als sehen lassen kann. Äußerst löblich aus Sicht der Anleger ist zudem, dass die Anlagesumme zwischen einem Euro und 1.000.000 Euro beliebig gewählt werden kann. Dennoch sollten die Sparer hier gut auf die Konditionen achten, denn zwischen den langfristigen und kurzfristigen Festgeldanlagen gibt es deutliche Unterschiede. Insgesamt aber handelt es sich um ein sehr interessantes und rentables Angebot, welches jeder Anleger gerne einmal näher ins Auge fassen sollte.