comdirect Trading Erfahrungen von Lisa Schönfeld  

von A.Schwankowksi 2017

comdirect_logoAls Frau hört man ja oft, dass man an der Börse nichts verloren habe und auch keinerlei Ahnung vom Trading hätte. Sicher, diese Zeiten sind im Großen und Ganzen vorbei, zum Teil bekomme ich diese Reaktionen aber auch heute immer noch mit, wenn ich erzähle, dass ich neben meinem Job bei Online-Brokern aktiv bin. Ich trade bereits seit einigen Jahren und habe inzwischen viele Broker kennengelernt. Deutsche Broker, internationale Broker, fokussierte Broker und auch allgemein agierende Broker. Da ich mit dem Online-Broker comdirect sehr zufrieden bin, will ich an dieser Stelle vornehmlich meine Erfahrungen mit der comdirect Bank AG mitteilein. Das heißt aber nicht, dass nicht auch die 1822direkt, das Hanseatic Brokerhouse oder Qtrade keine gute Qualität bieten oder schlechte Broker wären.

 
Jetzt zu comdirect 

Der Broker comdirect ist schon seit vielen Jahren aktiv und hat seinen Sitz in Quickborn in der Nähe von Hamburg. Neben dem Brokerage wird hier der gesamte Service einer Bank angeboten – und das online. Denn eigene Filialen hat die comdirect nicht, wenngleich man einst eine Tochter der Commerzbank war. Die comdirect bietet mir günstige Gebühren, eine große Auswahl an allen deutschen und zahlreichen internationalen Börsen und eine professionelle Plattform für mein Trading. Dennoch gibt es auch Anlass zur Kritik – das ist aber nicht unbedingt der Rede wert und wird im Verlauf meines Berichtes noch erwähnt.

Die Anmeldung und erste Schritte bei der comdirect

Meine ersten Erfahrungen bei der comdirect sammelte ich tatsächlich als Bank-Kundin, sodass ich beim Anlegen eines Depots kein Neukunde war. Grundsätzlich macht das aber keinen Unterschied und in beiden Fällen ist die Depoteröffnung schnell erledigt. Als Neukunde muss man ein Formular ausfüllen, dieses ausdrucken und an den Anbieter senden. Als Bestandskunde konnte ich mich einfach mit meinen Banking-Daten einloggen und dann das Depot mit nur wenigen Klicks eröffnen und anlegen.

Nach der Anmeldung habe ich mir erst einmal einen Überblick über das Angebot im Bereich Brokerage verschafft. Denn obwohl ich bereits bei anderen Brokern getraded habe, hatte ich mich bei meiner Bank nie damit befasst. Zumindest nicht näher. Ich wusste natürlich, dass es das gibt und grob, welche Aktien und Co. ich handeln kann, aber ich wusste beispielsweise nicht, dass die comdirect Bank AG keinen Forexhandel anbietet. Gut, das war für mich auch kein springender Punkt, da ich eh lieber mit Fonds und Aktien direkt trade. Dennoch ist so etwas natürlich wichtig zu wissen und grundsätzlich wollte ich einfach wissen, welche Optionen ich so habe.

Meine erste Einzahlung bei der comdirect als Broker

Gut, meine erste Einzahlung war es nicht. Jedenfalls nicht in dem Sinne. Dennoch habe ich natürlich auch Geld bei der comdirect für mein Trading eingezahlt. Dies ging über mein Girokonto dort sehr einfach und da das Verrechnungskonto (übrigens ein klassisches Tagesgeldkonto) ebenfalls gebührenfrei ist, hatte ich keine großen Probleme. Die comdirect verzichtet auf eine Mindesteinlage, sodass ich erst einmal nur 2.500 Euro eingezahlt habe. Schnell konnte ich dank „innerbanklicher Transaktion“ auf mein Geld zugreifen und das Geld für erste Trades nutzen. Angst hatte ich dabei übrigens keine. Erstens kenne ich den Anbieter, zweitens ist die Einlagensicherung auf einem sehr hohen Level.

Die comdirekt bietet nämlich nicht nur die gesetzliche Mindesteinlagensicherung in Höhe von 100.000 Euro an – stattdessen sind je Kunden die Einlagen im Wert von rund 100 Millionen Euro abgesichert. Wenn ich irgendwann mal so viel Kapital haben sollte, weiß ich jetzt schon, wo ich dieses sicher unterbringen kann.

Durch die Firmenhistorie und den Sitz in Deutschland hatte ich auch zu keiner Zeit ein schlechtes Gefühl. Natürlich nicht, denn ich bin ja auch schon als Bank-Kunde bei der comdirect aktiv – ohne Vertrauen geht da am Ende nun mal gar nichts.

comdirect_indizes

Der Transaktionsbonus für die ersten Aktivitäten bei der comdirect

Ich selber habe keinen Bonus bekommen, da ich ja schon comdirect Kunde gewesen bin. Für Neukunden gibt es aber direkt mehrere Vorteile. Einmal wird ein Aktivitätsbonus gewährt, den man bekommt, wenn man innerhalb einer Frist nach der Anmeldung einen festgelegten Umsatz erreicht und Fonds kauft. Ich meine, die Grenze liegt hier bei mindestens 5.000 Euro. Diesen Wert hätte ich ganz sicher nicht erreicht.

 
Jetzt zu comdirect 

Zudem gibt es für Neukunden reduzierte Gebühren für Transaktionen. Statt 9,90 Euro pro Transaktionen werden dann nur 4,99 Euro berechnet – und das für volle sechs Monate. Von diesem Vorteil hätte ich ehrlich gesagt auch sehr gerne profitiert, aber ich habe bei anderen Brokern in der Vergangenheit schon öfters Rabatte bekommen oder Ermäßigungen durch den Depot-Umzug. Warum sollte ich jetzt also meckern?

Die Funktionen und der Aufbau der comdirect Trading-Tools

Vom Aufbau gefällt mir comdirect als Broker sehr gut. Ich finde alle interessanten Punkte sehr schnell und kann mit wenigen Klicks auf die wichtigsten Menübereiche zugreifen. Weiterhin komme ich auch mit dem Tradingtool ProTrader sehr gut zurecht. Zwar ist das Tool für mich anfangs neu gewesen und ich finde den MetaTrader 5 deutlich besser, aber insgesamt bietet mir das Tool viele Möglichkeiten und umfangreichen Zugriff auf Charts und Co.

Der klassische Aufbau kann einfach angepasst werden und bietet mir somit die Einstellungsmöglichkeiten, die ich für ein einfaches und teilweise auch sehr schnelles Trading benötige. Insbesondere das Live-Trading im außerbörslichen Handel sagt mir dabei auch sehr zu.

Die comdirect bietet mit weiterhin die Chance, per Smartphone handeln zu können. Dank der „codi-App“ kann ich simpel auf mein Girokonto zugreifen, aber auch von unterwegs aus Orders platzieren oder die aktuellsten Entwicklungen an den Börsen verfolgen. So manche lange Zugfahrt wurde für mich so schon zum Handelsausflug.

Zu Beginn: Meine ersten Tradingversuche bei der comdirect Bank AG

Nachdem ich das System erkundet und mir erste kleinere Strategien zurechtgelegt hatte, habe ich dann meine ersten Trades getätigt. Ich habe mein Startkapital gesplittet und jeweils zur Hälfte in Futures und CFDs investiert. Während ich bei den Futures Erfolg hatte, brachte mir der Handel mit CFDs am Anfang nur Verluste. So reduzierte sich mein Kapital bei comdirect auf nur noch 1.500 Euro und ich musste versuchen, den Verlust wieder auszugleichen. Ich besann mich dann auf meine „Kernkompetenz“ und handelte vor allem mit Aktien an sich. So verdreifachte ich mein Budget wieder und traute mich dann auch wieder an neue Optionen heran.

Inzwischen habe ich alle anderen Depots geschlossen und bin nur noch bei der comdirect als Trader aktiv. Hier finde ich ein umfangreiches Angebot, kann an Börsen und auch außerbörslich handeln und zudem komme ich mit dem System einfach sehr gut zurecht. Ich habe mir einen Plan angeschafft und halte alle Verluste und Gewinne minutiös fest. So habe ich einen Überblick und kann lernen, auf Veränderungen der Kurse schnell zu reagieren. Vorher hatte ich hier immer eher auf „gut Glück“ agiert – mit System hatte das damals wenig zu tun. Dementsprechend machte ich auch eher Verluste.

comdirekt_angebot

ProTrader ist nicht kostenlos – warum eigentlich nicht?

Nachdem ich mehrere Monate mit der comdirect gehandelt hatte, fiel mir auf einmal auf, dass mir in einigen Monaten Gebühren für die Nutzung der Handelsplattform berechnet wurden. Diese Gebühren wurden von meinem Budget abgezogen – warum das so war, wusste ich nicht sofort. Ich wandte mich also direkt an den Support der comdirect Bank AG und rief die Hotline an. Dort sagte man mir, dass dieses Tool ein Profi-Tool sei, welches nun mal seinen Preis habe. Allerdings – und das wiederum gefiel mir – entfallen die Nutzungsgebühren, wenn man mindestens 15 Trades im Monat umsetzt. Das hatte ich in den betreffenden Monaten nicht getan.

Inzwischen handele ich jeden Monat mindestens 15 Mal mit dem Programm und spare mir somit die Gebühren. Vielfach sind das auch einfach nur kleinere Investitionen.

Der Support konnte mir jedenfalls kompetent und schnell weiterhelfen und auch bei anderen Anfragen bekam ich hier immer eine passende Auskunft. Zudem gefällt mir, dass ich selbst am Sonntag jemanden an die Leitung bekomme – andere Broker machen hier oft Feierabend und Wochenende, sodass niemand erreichbar ist.

Fazit: Die comdirect ist für Banking und Brokerage mein Zuhause

Ich kann ganz eindeutig festhalten, dass sich die comdirect Bank AG als „mein  zu Hause“ für Bankgeschäfte aller Art bewährt hat. Das betrifft sowohl mein Girokonto als auch meine Trading-Aktivitäten. Ich fühle mich hier sehr wohl und habe alles, was ich benötige direkt auf einen Blick. Ich kann an vielen Börsen handeln, Live-Trading vornehmen und auch mit meinem Smartphone immer auf dem neuesten Stand sein. Die Gebühren sind darüber hinaus auf einem recht niedrigen Niveau- zumindest sind sie angemessen – und ich kann mit zahlreichen Trades auch kinderleicht von einer Flat-Fee profitieren. Aus diesem Grund würde ich die comdirect als Broker – aber auch als Bank an sich – immer wieder weiterempfehlen und habe inzwischen auch schon meinen Freund als Kunden geworben. Dieser traded zwar nicht so aktiv wie ich, aber dennoch findet er die comdirect ganz in Ordnung.

Einzig die fehlenden Forex-Optionen könnten ein Kritikpunkt sein, für mich spielt das aber kaum eine Rolle. Im Forex-Bereich war ich eh nie sonderlich aktiv, stattdessen beschränke ich mich eher auf Aktien, CFDs und Futures.

 
Jetzt zu comdirect 

Die comdirekt ist somit mein Broker der Wahl und ich bin hier sehr zufrieden. Auch mit dem ProTrader habe ich mich inzwischen arrangiert – und von Zeit zu Zeit kann ich bei Aktionen bares Geld sparen, wenn zum Beispiel die Kommissionen gesenkt werden. Dann bin ich in vielen Fällen den ganzen Tag aktiv und versuche, mein Kapital zu vermehren. Um so auch der Männerwelt zu zeigen: „Frau kann das doch!“