CFD Vorteile & Nachteile: Was spricht für den CFD-Handel?

von A.Schwankowksi 2017

CFDs beziehungsweise „Contracts for Difference“ können von Anlegern in Deutschland schon seit den 1990er Jahren gehandelt werden – und bis heute ist die Beliebtheit von Differenzkontrakten ungebrochen. Die Gründe dafür sind simpel: CFDs ermöglichen es den Tradern, auf Kursverläufe zahlreicher verschiedener Basiswerte zu spekulieren und dabei sowohl von steigenden, als auch von fallenden Kursen zu profitieren – und das zu attraktiven Konditionen. Allerdings bergen CFDs auch einige Nachteile, über welche sich die Trader jederzeit bewusst sein sollten. Welche das sind und wer mit CFDs am besten fährt, das verraten wir hier in unserer Übersicht über die CFD Vorteile & Nachteile.

CFD Vorteile & Nachteile: Fakten im Überblick

  • Beim Handel von CFDs spekulieren die Trader auf die Kursverläufe der Basiswerte
  • Dies geht mit niedrigen Handelsgebühren einher
  • Trader können dabei von steigenden und auch von fallenden Kursen profitieren
  • Auch für kurzfristig orientierte Handelsstrategien ist das CFD Trading empfehlenswert
  • Schließlich handelt es sich auch bei CFDs um Hebelprodukte, was mit hohen Gewinnen bei vergleichsweise geringen Einsätzen einhergeht

CFDs Vorteile & Nachteile: Vorteile unter der Lupe

Für den Trader halten CFDs einige Vorteile bereit – nicht ohne Grund erfreuen sich die Differenzkontrakte nach wie vor großer Beliebtheit bei Einsteigern und Profis. Wir möchten Ihnen diese Vorteile vorstellen und Ihnen eine Vorstellung davon geben, welche Besonderheiten CFDs für Trader bereithalten.

Chancen & Risiken des Hebelprinzips

In erster Linie gehört selbstverständlich der Handel mit Hebelwirkung zu den Vorteilen, die CFDs den Tradern bieten. Durch die Hebelwirkung ist es den Händlern möglich, mit geringen Einsätzen hohe Volumina zu bewegen und damit im besten Fall besonders hohe Gewinne zu erzielen. Dies ist möglich, indem der Broker dem Kunden das fehlende Kapital zur Verfügung stellt. Der Kunde muss hierfür lediglich eine Sicherheitsleistung, die sogenannte Margin, auf seinem Konto hinterlegen. Die Höhe der Margin steigt dabei prozentual zum Handelsvolumen des Traders.

Die Margin birgt jedoch auch erhebliche Nachteile: Durch die Hebelwirkung kann der Trader nicht nur überproportional hohe Gewinne, sondern auch überproportional hohe Verluste erzielen – und das innerhalb kurzer Zeit. Greifen diese Verluste die hinterlegte Sicherheitsleistung an, wird der Margin Call ausgerufen. Der Trader wird dabei vom Broker kontaktiert und zur Schließung der Position und/oder zu einer erneuten Einzahlung aufgefordert. Damit gerät er in Nachschusspflicht – kommt er dieser Pflicht nicht nach, können die Verluste auch die Einlage übersteigen.

 
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CFD Vorteile & Nachteile

Trader sollten zunächst ausschließlich im Demokonto handeln

Weitere Vorteile des CFD-Handels

Stellt man die CFD Vorteile & Nachteile gegenüber, wird schnell deutlich, dass deutlich mehr Vorteile als Nachteile existieren – die Nachteile fallen dafür erheblich größer aus. Trotzdem bietet das CFD Trading neben dem Hebelprinzip weitere Vorteile, die der Trader kennen sollte. Dazu gehört beispielsweise die Tatsache, dass Trader beim CFD-Handel sowohl von steigenden, als auch von fallenden Kursen profitieren können. Voraussetzung hierfür ist, dass sich der Trader für die richtige Option entscheidet: Bei einer Call- oder Kauf-Option geht man von steigenden Kursen aus, während man bei einer Put- oder Verkaufen-Option von fallenden Kursen profitiert. Dabei sind auch Leerverkäufe möglich – der Trader muss demnach nicht zuvor eine Kauf-Position eröffnen, um den jeweiligen Basiswert verkaufen zu können.

Dies ist möglich, da beim CFD-Handel kein Kauf oder Verkauf im klassischen Sinne stattfindet – Trader spekulieren stattdessen lediglich auf den Kursverlauf der zugrunde liegenden Basiswerte. Dies geht mit einem weiteren Vorteil einher: Da kein Kauf oder Verkauf stattfindet, profitieren die Trader beim CFD-Handel von niedrigen Gebühren und von attraktiven Konditionen. Dadurch ist auch der Handel mit besonders geringem Kapitaleinsatz möglich: Durch die Hebelwirkung und die geringen Gebühren können Trader schon ab einer Investition von wenigen Hundert Euro mit dem CFD Trading beginnen.

Auch im praktischen Handel halten CFDs Vorteile bereit

Zu den besonderen Vorteilen von CFDs können gerade kurzfristig orientierte Trader profitieren: Aufgrund der hohen Volatilität der handelbaren Basiswerte können die Händler schon innerhalb von kurzer Zeit Gewinne erzielen. Gerade für Daytrader oder Scalper erweist sich dies als besonders vorteilhaft. Allerdings halten CFDs auch für langfristig orientierte Trader Vorteile bereit: Da CFDs im Gegensatz zu Binären Optionen oder anderen Wertpapieren nicht an einen bestimmten Ablaufzeitpunkt gebunden sind, können die Trader ihre Positionen nach eigenem Ermessen halten oder schließen.

Schließlich überzeugen auch die Produkte und die hohe Transparenz, die CFDs mit sich bringen: Trader können Aktien, Anleihen, Indizes, Währungen und Rohstoffe einfach und kostengünstig in Form von CFDs handeln und dabei deren Kursverläufe stets 1:1 nachverfolgen.

Eine professionelle Handelsplattform ist für einen erfolgreichen Handel entscheidend

Eine professionelle Handelsplattform ist für einen erfolgreichen Handel entscheidend

Der Broker kann über Erfolg und Misserfolg entscheiden

Die CFD Vorteile & Nachteile sind irrelevant, wenn der Broker nicht passt: Gerät man nämlich an einen unseriösen Anbieter oder gar an einen heimtückischen Betrüger, sind auch die besten Konditionen und die attraktivsten Handelsplattformen bedeutungslos. Angefangen bei gefälschten oder nachgestellten Kursen bis hin zur Verweigerung der Auszahlungen sind die Maschen der „schwarzen Schafe“ sehr vielfältig. Um keinem dieser Betrüger auf den Leim zu gehen, sollten Trader der Brokersuche größte Bedeutung zukommen lassen und dabei folgende 3 Merkmale beachten, um einen seriösen Umgang des Brokers mit den Kundengeldern und –Daten sicherzustellen.

  1. Das richtige Sicherungsumfeld

Von größter Bedeutung ist beim Brokervergleich stets das Sicherungsumfeld des fraglichen Unternehmens. Trader sollten deshalb in erster Linie sicherstellen, dass ihr Broker durch eine bekannte Aufsichtsbehörde wie die deutsche BaFin oder die britische FCA reguliert wird. Die Regulierung stellt sicher, dass der Broker bei seiner Arbeit beaufsichtigt wird und dass Betrügereien ausgeschlossen werden können.

Sollte der Broker eines Tages Insolvenz anmelden müssen, schützt er die Kundengelder schließlich auch durch eine umfassende Einlagensicherung. Einrichtungen wie das FSCS oder der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e. V. stellen dabei eine umfassende Absicherung der Kundengelder sicher.

  1. Ein kundenfreundliches Serviceangebot

Auch dem Serviceangebot sollte man beim Broker-Vergleich besondere Aufmerksamkeit schenken. Dem Broker sollte nämlich stets am Erfolg seiner Kunden gelegen sein – aus diesem Grund darf ein umfangreiches Bildungsangebot mit vielen verschiedenen Möglichkeiten zur Weiterbildung für Einsteiger und Fortgeschrittene nicht fehlen. Auch ein gut erreichbarer, deutschsprachiger Kundensupport spricht im Vergleich für die Seriosität eines Brokers und nicht zuletzt für dessen Interesse am deutschen Markt.

  1. Auszeichnungen & Kundenerfahrungen

Ein seriöser und kundenfreundlicher Broker geht in der Regel nicht ungesehen an den Experten der Branche und an den Tradern vorüber. Stattdessen können empfehlenswerte Anbieter mit einer Vielzahl an Auszeichnungen überzeugen. Diese Auszeichnungen sollten möglichst neu und von angesehenen Institutionen vergeben sein – darüber hinaus sollten die Trader darauf achten, welche Bereiche des Angebots ausgezeichnet wurden. Schließlich sprachen auch positive Kundenerfahrungen für die Seriosität eines Brokers: Durchstöbern Sie deshalb Online-Foren und machen Sie sich die Erfahrungsberichte von Bestandskunden zunutze, um mehr über den Broker, seine Schwächen und seine Schwerpunkte zu erfahren.

Ein seriöser Broker stellt seinen Kunden ein attraktives Serviceangebot zur Verfügung

Ein seriöser Broker stellt seinen Kunden ein attraktives Serviceangebot zur Verfügung

CFD Trading: Nachteile im Detail

Die CFD Vorteile & Nachteile sind vielfältig, allerdings sollte man den Fokus dabei nicht nur auf die Vorteile legen, sondern auch die Nachteile des CFD Tradings genau beleuchten. Wie wir bereits festhalten konnten, sind weitaus weniger Nachteile als Vorteile zu verzeichnen – diese fallen dafür jedoch umso größer aus.

Zu den Nachteilen des CFD Tradings gehören in erster Linie die Risiken, die mit dem hebelbasierten Handel einhergehen: Obwohl die Trader mithilfe des Hebelprinzips besonders hohe Gewinne erzielen können, können auch die Verluste ebenso hoch ausfallen. Trader dürfen diesen Faktor nie außer Acht lassen, wenn sie im CFD Trading langfristig Erfolge verzeichnen möchten.

Abgesehen davon können auch durch den falschen Broker erhebliche Nachteile entstehen: Gerät man an einen unseriösen Partner oder an einen Betrüger, sind nicht nur die erzielten Gewinne schnell verloren, sondern auch die Einlage bleibt nicht lange im Besitz des Kunden. Mit einem umfassenden Anbietervergleich, bei dem man das Sicherungsumfeld, das Serviceangebot und die vorhandenen Auszeichnungen unter die Lupe nimmt, schützt man sich vor Betrug und unseriösen Angeboten.

CFDs vs. Zertifikate und Co.: Differenzkontrakte im Vergleich

Sind CFDs überhaupt die richtige Wahl oder sollte man sich womöglich besser für ein anderes Produkt entscheiden? Nach einem Blick auf die CFD Vorteile & Nachteile stellen sich sicher einige Trader diese Frage. Wir verraten deshalb, wo die Vorteile & Nachteile von CFDs im Vergleich zu anderen, ähnlichen Basiswerten liegen.

Es lohnt sich dabei, CFDs mit anderen Finanzderivaten wie Zertifikaten und Optionsscheinen zu vergleichen. Gegenüber Optionsscheinen können CFDs durch ihre transparente Preisbildung überzeugen, während die Berechnung der Preise bei Optionen durch die Restlaufzeit, den Basispreis und die Schwankungsintensität beeinflusst wird. Kleinanleger können damit kaum alle Kostenpunkte von Anfang an einplanen, wodurch auf eine kalkulierbare Rendite verzichtet werden muss.

Im Gegensatz zu Zertifikaten und Optionsscheinen ermöglichen CFDs es dem Trader, den Hebel selbst festzulegen. Bei Zertifikaten und Optionsscheinen sorgt nämlich stattdessen der jeweilige Emittent für die Aufstellung des Hebels, wodurch auf die nötige Flexibilität beim Trading verzichtet werden muss. Dies hat einen erheblichen Einfluss auf das Risikomanagement: Immerhin sollten Trader in besonders volatilen Marktphasen den Hebel entsprechend klein einstellen, was nur mit CFDs möglich ist.

Fazit: Für wen sind CFDs die richtige Wahl?

CFDs sind in erster Linie für Einsteiger geeignet, die mit einer geringen Einlage hohe Gewinne erzielen möchten – allerdings sollten diese sich gleichzeitig auch darüber bewusst sein, dass die Verluste ebenso hoch ausfallen können. Auch für erfahrene Trader, die von einer großen Auswahl an handelbaren Basiswerten, einem hohen Maß an Flexibilität und von kurzfristigen Gewinnen profitieren möchten, sind CFDs die richtige Wahl.

 
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